Wo bleibt Mrs. Science?

Projekt engiert sich für mehr Technikerinnen und Wissenschaftlerinnen in Soaps

Immer mehr Mädchen und junge Frauen sind fasziniert von Technik und Wissenschaft, das zeigen die hohen Teilnahmezahlen an Schnupperstudiengängen in diesen Bereichen oder beim Girls' Day. Das Problem ist nur, dass es kaum weibliche Vorbilder gibt, um das Interesse auch in einen ernst zu nehmenden Berufswunsch münden zu lassen. Bei der Zukunftsorientierung (nicht nur) von Mädchen spielen solche Vorbilder aber eine große Rolle. In amerikanischen Serien wie "Dr. House" oder "CSI" hat man dieses Potential erkannt; dort sind immer häufiger Frauen in Hauptrollen zu finden, die wissenschafliche und technische Berufe ausüben und spannende Aufgaben lösen. Diese vorbildhaften Frauenfiguren motivieren schon jetzt viel mehr junge Frauen, sich für eines der dort gezeigten Studienfächer einzuschreiben.

Wie kommt es, dass in deutschen Soaps, Fernsehfilmen und Serien Frauen selten als Wissenschaftlerinnen, Ingenieurinnen oder Technikerinnen gezeigt werden? Hinken wir als "Wissenschaftsstandort Deutschland" so sehr hinterher, oder haben deutsche Programm-MacherInnen Angst davor, junge weibliche Zuschauer zu verlieren? Diese und andere Fragen werden bei der Internationalen "MINTiFF"-Konferenz in Berlin erörtert, wo WissenschaftlerInnen, DrehbuchautorInnen und FilmproduzentInnen vom 6. bis 8. September 2010 unter dem Titel "Don't think it's only entertainment" die Frage diskutieren, wie die sogenannten MINT-Berufe (Mathematik, Ingenierwissenschaft, Naturwissenschaft und Technik) in Film und Fernsehen jugend-affiner präsentiert werden können.

Science und Fiction

„MINTiFF“ ist ein Netzwerk, das die Vernetzung und den Austausch zwischen Science und Fiction fördern möchte und eine bessere Kooperation zwischen Fernseh- und Filmschaffenden und MINT-Wissenschaftler/-innen herstellen will.

Durch verschiedene Studien will „MINTiFF“ die Auswahl und Darstellung von Geschichten, Themen, Milieus und Geschlechterrollen in Fernsehfilmen und –serien beleuchten und darstellen, wie diese Inhalte bei Jugendliche ankommen und welche Konsequenzen sie für die Studien- und Berufswahl haben.

Darüber hinaus wollen die MINTiFF-ForscherInnen zusammen mit DrehbuchautorenInnen, ProduzentenInnen und Programmverantwortlichen herausfinden, wie man innovative und publikumsattraktive Programme, interessante Geschichten und Themen aus Naturwissenschaft und Technologie und ungewöhnliche Frauenfiguren in den Fokus von Fernsehfilmen und -serien stellen kann.

Welche gesellschaftlich relevanten Filmstoffe (Ökologie, Wissenschaft und Kriminalität etc.) in spannenden Serien Sinn machen, sollen Befragungen führender Wissenschaftsorganisationen ergeben. Dazu werden vorbildliche Ansätze von ausländischen Forschungsorganisationen herangezogen und ausgewertet, was Deutschland daraus lernen kann.

Seien wir also gespannt auf die nächsten Soaps, Fernsehfilme und Castingshows. Vielleicht heißt es ja schon bald statt DSDS, Deutschland sucht die Super-Ingenieurin (-Astronautin, -Meeresbiologin) ;-).

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Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 7. September
 
 
 

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