Kunst statt Konsum: T-Shirt-Kunst gegen Wegwerfmode

Namhafte Künstler*innen setzen ein Zeichen für Nachhaltigkeit in der Textilindustrie. Sie schaffen Kunstwerke aus eigenen T-Shirts, die in einer Onlinegalerie zu sehen sind und am Rana Plaza Gedenktag „fairlost“ werden

Geschichten von T-Shirts, Geschichten von Menschen, Geschichten von Menschen mit ihren T-Shirts. Darum geht es in der Kampagne #eintshirtzumleben der Frauenrechtsorganisation FEMNET. Deshalb gestalten Künstler_innen, Kreative und Designer_innen aus einem eigenen T-Shirt ein Kunstwerk. Und alle anderen, die sich auch für mehr Nachhaltigkeit und Fairness in der Modebranche einsetzen wollen, treten mit einem Selfie im Lieblings-T-Shirt auf Social Media in den Dialog mit der unbekannten Näherin: für die persönliche Geschichte.

Heute, am Dienstag, den 1. März hat FEMNET im Rahmen der Solidaritäts- und Bildungskampagne nun eine Onlinegalerie mit 19 T-Shirt-Kunstwerken national und international etablierter Künstler_innen veröffentlicht, darunter Pipilotti Rist und Frank Schätzing, Marcel Odenbach und Pia Fries. Sie betonen damit den Wert des T-Shirts, das für FEMNET zum Inbegriff von Wegwerfmode geworden ist. Thematisch setzen die Künstler_innen sich unter anderem mit Tierschutz oder Feminismus, Klimamigration oder Ausbeutung auseinander und geben damit starke Statements ab für mehr Wertschätzung und Fairness in der globalen Textilindustrie.

„Die Schnelllebigkeit von Mode ist ein riesiges Problem mit fatalen Auswirkungen auf Menschen und Umwelt. Hier braucht es dringend ein Umdenken! Dazu wollen wir mit unserer Kampagne #eintshirtzumleben und die Künstler_innen mit ihrer Botschaft beitragen“, erläutert FEMNET-Kampagnenkoordinatorin Saskia Bellem.

Die Onlinegalerie eintshirtzumleben.de deckt von Installation und Skulptur über Malerei und Kalligrafie bis zu Schriftstellerei und Kinetik eine enorme Bandbreite künstlerischer Genres ab. Die hier gezeigten Kunstwerke (mit Ausnahme des Kunstwerks von Claus Föttinger) gibt es zu gewinnen!

"Fairlosung"
Im Rahmen eines großen Abschluss-Events mit Talks, Infos, Live-Musik und fairer Modenschau werden sie unter Moderation von „Green Janine“ Janine Steeger am Sonntag, 24. April 2022 im Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum ausgestellt und anschließend verlost. Ein Los erhält, wer ab sofort unter dem Motto „Kunst statt Konsum“ bis einschließlich 31. März ein selbst upgecyceltes Shirt auf der #eintshirtzumleben-Kampagnenseite einreicht.

„Das Upcycling – also das kreative Umarbeiten und Aufwerten von Alt zu Neu – soll die Teilnehmenden anregen, sich mit dem Material und der Arbeitsleistung zu beschäftigen, die in Textilien steckt“, so Bellem. „Wir können alle denselben Beitrag zur Veränderung leisten, weshalb durch das Format der Fairlosung im Gegenzug alle Teilnehmenden dieselbe Gewinnchance bekommen.“

Details zum Programm folgen im April.#eintshirtzumleben wird gefördert von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW.

Hintergrund
FEMNET ist eine gemeinnützige Frauenrechtsorganisation mit Sitz in Bonn. Der 2007 gegründete Verein setzt sich mit Kampagnen, Bildungs- und Beratungsarbeit sowie Projektarbeit mit Partner*innen vor Ort für bessere Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie des globalen Südens ein. Anlässlich seines 15jährigen Bestehens ist FEMNET Städtepartnerin 2022 der Bundesstadt Bonn.

Alle weiteren Infos findet ihr unter

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Autorin / Autor: Redaktion/ Pressemitteilung - Stand: 1. März 2022