Von Realität und Träumereien

Einsendung zum Wettbewerb Acker, Algen, Algorithmen von Klara Gienger, 18 Jahre

Eine kleine Utopie, ein kleiner Traum,
Visionen frei von Zeit und Raum.

Bakterien mampfen, fressen, stampfen
Und lassen mich auf festem Boden tanzen.

Die Dinge sollen Wurzeln schlagen
Und alles soll immer wieder neue Früchte tragen.

Grün, grün soll alles sein, ewig wird es halten,
Sich umgestalten aber dennoch standhalten.

Nur Träumereien werden uns nichts nutzen,
Solange wir ausmustern nach einmal´gem benutzen.

Träumen hoch und springen weit,
Trotz Abgrund der entzweit.

Die Realität, die höhnisch lacht
Und Schluss mit uns´ren Träumen macht.

Es wird gekauft und konsumiert,
Doch nichts jemals pausiert.

Produzieren und konsumieren ganz ohne Verstand
Und am Ende geht doch alles Hand in Hand.

Die Realität, heute phantasielos, grausam, angsterregend,
Soll doch eigentlich sein, wo wir gerne leben.

Sterben wollen wir auf anderen Planeten
Und gleichwohl noch die gesunde Erde sehen.

Die Welt ein Zwiespalt ohne Grenzen,
Muss suchen Ecken, die sich ergänzen.

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