Jury für den Wettbewerb Ausgepackt

Diese Expert_innen werden eure Einsendungen begutachten

Winfried Batzke -  Deutsches Verpackungsinstitut

© Deutsches Verpackungsinstitut

Winfried Batzke ist seit 2003 Geschäftsführer des Deutschen Verpackungsinstituts (dvi) in Berlin. Das dvi vernetzt alle Akteure, die von der Entwicklung, über die Herstellung bis zur Entsorgung mit Verpackungen zu tun haben. Wichtige Initiativen und Veranstaltungen des dvi sind Deutscher Verpackungspreis, Deutscher Verpackungskongress, Dresdner Verpackungstagung, Tag der Verpackung, Studierendenkonferenz und PackVision.
Als Diplom-Forstingenieur liegt ihm natürlich das Thema Nachhaltigkeit am Herzen!

Mein Tipp:
Denkt an eine Verpackung, die ihr für wenig umweltfreundlich haltet und stellt euch der Herausforderung, sie zu verbessern!  Wie kann diese Verpackung ihre wichtigen Funktionen weiterhin erfüllen, aber besser zu recyceln, materialsparender oder aus umweltfreundlichen Materialien sein? Ich bin sehr gespannt auf eure Ideen und freue mich über kreative Einsendungen.

Tobias Bielenstein - Arbeitskreis Mehrweg GbR

Tobias Bielenstein leitet seit 2012 die Geschäftsstelle des Arbeitskreises Mehrweg. Als Projektleiter war er bereits 2005 verantwortlich für die Entwicklung und Markteinführung des Mehrwegzeichens. Neben dieser Aufgabe arbeitet er seit mehr als 25 Jahren in verschiedenen Funktionen für Unternehmen und Verbände in den Bereichen Strategie, Marke und Kommunikation mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit.

Mein Tipp
Ein Erfolgsfaktor für nachhaltige Verpackungen ist ihre Einfachheit für alle, die mit ihnen zu tun haben. Denkt also auch daran, ob eure Verpackungsidee einfach und bequem ist: für Hersteller, beim Transport und im Handel und bei Verbraucher_innen. Und nutzt eure Chance, ganz anders denken zu können als die „Profis": ich freue mich auf kreative, originelle und grenzübergreifende Ideen.

Bernd Draser - ecosign - Akademie für Gestaltung

Foto: Bozika Babic

Bernd Draser ist Philosoph, Kulturwissenschaftler und Experte für Nachhaltiges Design. Er unterrichtet seit 2004 Nachhaltigkeit und Design an der ecosign/Akademie für Gestaltung in Köln, wo rund 250 junge Leute Nachhaltiges Design studieren und sich für eine bessere Welt einsetzen. Seit 2008 schreibt er Texte und hält Vorträge zum Thema Nachhaltigkeit und hat Lehraufträge an mehreren Hochschulen. Besondere Freude bereitet ihm die kreative Arbeit junger Menschen!

Mein Tipp
Bei den Einsendungen werde ich besonders darauf achten, wie originell und kreativ die Ideen sind, aber auch, wie machbar und umsetzbar sie sind, und was sie da draußen in der Welt tatsächlich bewirken könnten!

Carina Frings - Co-Founder Udo-Duo Coffee

Foto: Felix Hackland

Carina Frings ist Produktdesignerin mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit und Co-Founder des Start-ups Cadios GmbH.

Mein Tipp
Bei den Ideeneinreichungen lege ich Wert darauf, dass das Thema Nachhaltigkeit im Ganzheitlichen betrachtet worden ist. Gute Ideen scheitern leider oft daran, dass ihr Anfang oder Ende der Wertschöpfungskette nicht mitbedacht wurde. Jede ist ist willkommen, egal wie verrückt sie ist. Ich freue mich auf die Einreichungen!

Dr. Johanna Kramm - ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung

Johanna Kramm ist Leiterin der interdisziplinären Forschungsgruppe PlastX, die sich mit Plastikmüll in der Umwelt aus natur- und sozialwissenschaftlicher Perspektive beschäftigt. Sie hat in Geographie promoviert und arbeitet seit 2014 am ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung. In PlastX untersucht sie mit ihren Kolleginnen und Kollegen, welche Auswirkungen Mikroplastik auf die Umwelt hat, welche Maßnahmen sinnvoll sind, damit weniger Plastikmüll in die Meere gelangt und welche gesellschaftliche Rolle Verpackungen beim Plastikkonsum spielen.

Mein Tipp für euch
Verpackungen erfüllen viele Funktionen und ermöglichen erst bestimmte Lebensstile, wie z.B. mal schnell Mittagessen vom Imbiss mitnehmen und im Park verzehren. Verpackungen sind eingebunden in ein Netz, das sich über unzählige Produkte spannt, die alle verpackt, tragbar oder haltbar gemacht werden wollen. Eingespannt in diesem Netz sind auch Handlungen, wie z.B. Einkaufen, Aufbewahren, Picknicken, Kaffeetrinken. Es kann helfen, sich dieses Netzwerk aus Verpackungen, Produkten und Handlungen – letztlich also auch unseren Entscheidungen - vorzustellen und zu überlegen: An welcher Stellschraube muss ich drehen, damit ich die Verpackung nicht brauche? 

Prof. Dr. Annette Scheersoi - Fachdidaktik Biologie Universität Bonn

Annette Scheersoi ist Professorin für Biologiedidaktik an der Universität Bonn. Sie bildet künftige Biologielehrkräfte aus und beschäftigt sich in ihrer Forschung mit der Frage, wie man bei Kindern, aber auch Erwachsenen, Interesse für biologische Themen – und damit auch für Umweltthemen - wecken kann. Ihre Untersuchungen finden meist außerhalb der Schule statt, z. B. in Naturkundemuseen, Botanischen Gärten oder im Zoo, denn am spannendsten wird es, wenn die Menschen direkte Naturerfahrungen machen können. Das Projekt „Ausgepackt“ begleitet sie schon von Beginn an und ist überrascht, wie viel sie hierbei noch dazu gelernt hat! Beim Wettbewerb freut sich jetzt auf noch mehr Ideen für eine verpackungsärmere Zukunft.

Mein Tipp
Eure NoWaste-Botschaft sollte es schaffen, Gefühle zu wecken. Aus der Interessenforschung weiß ich zum Beispiel, dass Überraschungsmomente immer für Aufmerksamkeit sorgen. Wenn ihr dann positive Gefühle, wie Spaß oder Hoffnung, erzeugt, könnt ihr Menschen genauso erreichen, wie wenn negative Gefühle, wie Ärger oder Unzufriedenheit, geweckt werden. Beides kann funktionieren – wichtig ist nur, dass eure Botschaft unterm Strich Mut macht oder Lösungen aufzeigt.

Worauf ich bei der Bewertung besonders achten werde
Bei Ideen für Verpackungslösungen oder -einsparungen finde ich diejenigen am interessantesten, die sich mit wenig Aufwand umsetzen lassen. Beim Projekt „Ausgepackt“ habe ich hier schon einiges gelernt!

Autorin / Autor: Redaktion - Stand: September 2020