Schutzengel, Kollege oder Heinzelmännchen?

Studie untersuchte, wie Menschen und künstliche Intelligenz (KI) in Zukunft miteinander umgehen werden

Wie werden Menschen und künstliche Intelligenz (KI) in Zukunft miteinander umgehen? Wird es eine reine Zweckgemeinschaft sein, oder entstehen vielleicht ungewöhnliche Freundschaften?  Fest steht, dass Interaktionen und unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit zwischen Menschen und KI künftig viel stärker als bisher das tägliche Privat- und Berufsleben beeinflussen werden. Deshalb analysierte die Projektgruppe Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer FIT an der  Universität Bayreuth, wie diese Kontakte denn aussehen könnten und führte Tiefeninterviews mit 25 KI-Expert_innen und KI-Anwender_innen, die leitende Positionen in Technologie-Unternehmen, KI-Startups oder Forschungseinrichtungen innehaben. Ergänzt wurden diese Interviews durch eine breit angelegte Literaturrecherche.
„Es ist wichtig zu verstehen, wie wir Menschen mit Technologien interagieren werden, die uns auch in komplexen Denkaufgaben unterstützen und dabei individuell auf unsere Gedanken und Gefühle eingehen. Und umgekehrt müssen wir verstehen lernen, wie diese Technologien unsere Handlungen wahrnehmen, interpretieren und darauf reagieren“, erklärt der Leiter der Studie Prof. Dr. Nils Urbach, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Universität Bayreuth.

Fünf KI-Typen
Die Forscher_innen unterscheiden fünf Typen von Künstlicher Intelligenz, die sie liebevoll zum Beispiel Schutzengel, Heinzelmännchen oder bester Freund nennen. Dabei verwenden sie zwei Kriterien, die sich darauf beziehen, wie die Interaktion zwischen Mensch und Maschine läuft. Reagiert die KI nur auf explizite Befehle oder entscheidet und handelt sie selbständig?

Selbständig handelnde KI-Technologien, die sich selten mit ihren Nutzer_innen austauschen, klassifiziert die Studie als „Schutzengel“. Sie beobachten – beispielsweise wenn sie ein Auto steuern – sowohl den/die Fahrer_in als auch sein Umfeld und greifen nötigenfalls ein. Wenn KI-Technologien etwas mehr Handlungsfreiheit besitzen, gibt es unter ihnen „Kollegen“, „Informanten“ und „Heinzelmännchen“. Diese trifft man dann zum Beispiel im digitalisierten Wohnhaus („Smart Home“) an, ohne dass sie im ständigen wechselseitigen Austausch mit den Bewohner_innen stehen.
In Zukunft werden KIs aufgrund des technologischen Fortschritts aber auch empathisch auf Gefühle ihrer Nutzer_innen reagieren können. Dann werden sie als „bester Freund“ auftreten, der aber vom Menschen abhängig bleibt und mit ihm in einem intensiven wechselseitigen Austausch steht.

Die Untersuchung zeigt darüber hinaus auf, welche Faktoren nötig sind, um das Vertrauen in den Einsatz künstlicher Intelligenz im Alltag zu fördern: Wichtig sei, die Transparenz der Interaktionen mit KI-Technologien bewusst zu gestalten, die KI an die individuellen Anforderungen der Nutzer_innen anzupassen („Personalisierung“) und Ähnlichkeiten zu den Menschen („Anthropomorphologie“) herzustellen, damit die KI künftig akzeptiert werde.

Quelle:

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Autorin / Autor: Redaktion/ Pressemitteilung
 
 
 

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