Das schlimmste Unternehmen der Welt

Umweltschutzorganisation Mighty Earth wirft dem US-Unternehmen Cargill Umweltzerstörung, skrupellose Gschäftspraktiken und Widerstand gegen eine nachhaltige Entwicklung vor und verleiht dafür einen Negativpreis

Die Umweltschutzorganisation hat dem Lebensmittel- und Agrarkonzern Cargill einen drastisch klingenden Negativ-Preis verliehen: "The worst company in the world"
Der Vorwurf: Der Konzern trage maßgeblich zur Abholzung von Regenwäldern bei, vertreibe indigene Völker aus ihren Lebensräumen, lasse sklavenartige Kinderarbeit zu und trage in drastischer Weise zur Umweltzerstörung bei.

Auch in unseren täglichen Produkten steckt Cargill drin
Den meisten dürfte der Name Cargill kein Begriff sein, obwohl vermutlich jeder schon mal Produkte des in Minnesota ansässigen Riesenkonzerns konsumiert hat, denn das Unternehmen produziert vor allem Lebens- uns Futtermittel und zu den Kunden gehören beispielsweise auch McDonalds, Edeka, Nestle, Danone, Burger King, Aldi und viele mehr.

Cargill ist schon mehrfach ins Visier der Umweltschützer_innen geraten, denn Mighty Earth beschäftigt sich in Südostasien mit Palmöl-Plantagen, in Westafrika mit der Kakao-Produktion oder dem Soja-Anbau in Südamerika. Wann immer Unternehmen dabei negativ auffielen, war Cargill eines davon. Die Liste der Vergehen wird in dem Bericht in einer "Timeline of bad behaviour" eindrucksvoll festgehalten.

Keine Reaktion
Bevor die fragwürdige Auszeichnung als schlimmstes Unternehmen und der dazugehörige umfangreiche Bericht publik gemacht wurden, bekam Cargill die Chance, auf die Vorwürfe zu reagieren. Die Umweltorganisation geht stets so vor und erhofft sich von dieser Praxis, dass die Unternehmen die Missstände angehen, was dann ebenfalls in der Bekanntmachung veröffentlicht werden würde. Bei Cargill hat das den Angaben von Mighty Earth zufolge nicht funktioniert. Nach monatelangen Diskussionen und Hinhaltetaktiken habe sich Cargill immer wieder verweigert, die angesprochenen Probleme in der Praxis anzugehen. Mighty Earth kritisiert, dass sich der Konzern in seiner Öffentlichkeitsarbeit immer frustriert über die zunehmende Abholzung von Wäldern gebe, als sei das etwas, das der Konzern nicht beeinflussen könne. In Wirklichkeit sei der Konzern selbst dafür verantwortlich.

Unheilvolle Allianz: Cargill und der brasilianische Präsident Bolsonaro
Die Autor_innen des Berichts befürchten eine neue unheilvolle Allianz: Cargill und der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro. Denn während Brasilien bis vor kurzem noch als Vorreiter gegen den Klimawandel galt, macht der neue Präsident in Sachen Umwelt vor allem von sich reden, indem er weitere bisher geschützte Flächen Regenwald zur Abholzung freigibt.

Was tun?
Cargill taucht in keiner Zutatenliste auf, so dass Produkte mit Cargill-Zutaten auch nicht boykottiert werden können. Dennoch können Kund_innen dem Fastfood-Anbieter oder Supermarkt ihrer Wahl signalisieren, dass sie Umwelt- und Klimaschutz und menschliche Arbeitsbedingungen schätzen, und gerne wüssten, ob die angebotenen Produkte dem entsprechen. Wenn diese Unternehmen dann schließlich selbst um ihren Ruf fürchten müssen, werden sie vielleicht ein wenig gewissenhafter bei der Auswahl ihrer Lieferanten.

Quelle:

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Autorin / Autor: Redaktion / Pressemitteilung
 
 

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