Ah. Oh. Ups. Seufz. Grrrr

US-Forscher_innen ermitteln 24 Emotionen in nonverbalen Lautäußerungen. Sie können in einer Audio-Karte der Gefühle bestaunt werden (Ahh! Ohhh!)

Was man nicht alles mit einem langgezogenen Aaaaah, einem wooohooo oder einem oops ausrücken kann. Wie facettenreich hörbare nonverbale Kommunikation es vermag, die unterschiedlichsten Gefühle auszudrücken, haben jetzt Wissenschaftler_innen um Alan Cowen von der University of California, Berkeley in einer Audio-Karte sichtbar gemacht. Cowen hatte 2.000 nonverbale Ausrufe (von ahhh bis woah), vorgetragen von Schauspieler_innen und Laien, von 1.000 Hörer_innen bewerten lassen. Sie sollten beurteilen, welche Emotion hinter den jeweiligen Lauten steckt.

Die Daten wurden statistisch ausgewertet und in eine Art Soundkarte der Gefühle übertragen. Insgesamt ergaben sich rund 24 wahrgenommene Emotionen in den verschiedenen Lauten, darunter Heiterkeit, Wut, Verwirrung, Enttäuschung, Ekel, Interesse, Schmerz, Traurigkeit, Überraschung, Erleichterung, Triumph, Angst. In vorangegangenen Studien zu Lautäußerungen wurden um die 13 Emotionen ausgemacht.
Die Studie ist mit ihrer interaktiven Soundkarte der nonverbalen Kommunikation die erste, die auf diese Weise sichtbar macht, wie reich unsere stimmliche Ausdrucksweise auch ohne Worte sein kann. Seit Millionen von Jahren transportiert der Mensch seine Gefühle auf diese Weise, und sie können von den Hörer_innen in Sekundenschnell erkannt und einsortiert werden.

"Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Stimme ein viel mächtigeres Werkzeug ist, um Gefühle auszudrücken als bislang angenommen", sagt Cowen. Mit der Audio-Karte könnten beispielsweise Menschen mit Autismus oder Demenz, aber auch Roboter trainiert werden, nuancierte menschliche Emotionen besser zu erkennen.
Die Karte bezieht sich auf Lautäußerungen aus dem US-amerikanischen Raum, damit sind die Ergebnisse natürlich nur bedingt übertragbar. Allerdings gelang es dort, selbst ganz subtile Gefühlsnuancen oder gemischte Gefühle zu identifizieren. Wenn ihr darauf achtet, werden ihr feststellen, dass auch ein verächtliches Schnauben, ein entnervter Seufzer oder ein entzückendes Jauchzen manchmal mehr sagen als 1.000 Worte.
Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift American Psychologist herausgegeben.

Quelle:

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Autorin / Autor: Redaktion / Pressemitteilung
 
 

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