Stress, Strommasten, Strahlung?

Umfrage: Alles Mögliche wird für krebserregend gehalten. Dabei geraten die echten Übeltäter aus dem Blickfeld.

Stress, Nahrungszusätze, Mobilfunkstrahlung - alles angeblich krebserregend. In den Augen mancher Menschen sind so viele Dinge krebserregend, dass es sich gar nicht mehr lohnt, auf irgendwas acht zu geben. Dabei sind die meisten tatsächlichen Risikofaktoren für Krebs bekannt und, zumindest teilweise, vermeidbar: Rauchen, Sonnenbrand, Übergewicht und eine ungesunde Ernährung.
Wissenschaftler_innen der University of Leeds und vom University College London haben allerdings festgestellt, dass der mythische Glaube an allerlei angebliche Krebsgefahren noch immer recht verbreitet ist.

Ernährung und Übergewicht wird unterschätzt
In der Studie wurden Daten aus einer großen Befragung zum Thema Krebs ausgewertet, an der knapp 2.000 Personen teilgenommen hatten.
Insgesamt waren den Teilnehmenden die wichtigsten Risikofaktoren bekannt. Die Forscher_innen fanden dennoch, dass der Wissensstand insgesamt zu niedrig war. Nur wenigen kam in den Sinn, dass ungesunde Ernährung mit wenig Obst und Gemüse Krebs begünstigen kann. Auch Übergewicht und Bewegungsmangel spielt in den Überlegungen kaum eine Rolle. Das Risiko durch Sonnenbrände war ebenfalls nicht ausreichend bekannt.

Krebsmythen: Handystrahlung und Zusatzstoffe
Dafür offenbarte sich, dass 42% Stress für einen Risikofaktor hielten, 26% glaubten an die Gefahr durch Handystrahlung und Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln. Knapp 30% glaubten, in der Nähe von Strommasten zu leben sei krebserregend ebenso wie der Verzehr gentechnisch veränderter Lebensmittel oder Wasser aus Plastikflaschen. Keiner dieser Krebsmythen gilt als wissenschaftlich belegt. Interessanterweise wurden diese Krebsmythen häufig von jungen und/oder (ex)rauchenden Menschen geäußert.

Ein Drittel der Krebserkrankungen wäre vermeidbar
Es wird geschätzt, dass ein Drittel bis zu einer Hälfte aller Krebserkrankungen durch einen gesunden Lebensstil vermieden werden könnten. Darum ist eine umfassende Aufklärung über die Ursachen von Krebs so wichtig, meinen die Forscher_innen. Ihre Untersuchung zeige, dass in diesem Punkt offenbar noch große Unsicherheit herrsche und im Kampf gegen Krebs gezielte Information über dessen Entstehung eine wichtige Rolle spiele.

Die Ergebnisse sind im European Journal of Cancer erschienen.

Quelle:

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Autorin / Autor: Redaktion / Presseinformation - Stand: 2. Mai 2018
 
 

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