Dünn und gestählt

Studie über das sich verändernde Schönheitsideal bei Frauen

Nein, es ist offensichtlich nicht totzukriegen, das Schönheitsideal des Magermodels, aber es verändert sich immerhin. Zwar nicht hin zu einer realistischeren und gesünderen Leibesfülle, aber zumindest dürfen (oder müssen?!) Frauen heute zusätzlich ein paar Muskeln haben.

Eine Studie der Wissenschaftlerin Frances Bozsik von der University of Missouri in Kansas City widmete sich den Teilnehmerinnen des Miss USA Schönheitswettbewerbs, der jährlich diejenigen Frauen kürt, die den aktuellen Schönheitsidealen am nächsten kommen. Die Forscher_innen zeigten 78 Studentinnen Fotos dieser Bikini-Frauen, die zwischen 1999 bis 2013 gewonnen hatten. Die Studentinnen sollten dann die gekrönten Schönheiten danach bewerten, wie muskulös, dünn und attraktiv sie waren. Auf der Grundlage dieser Bewertungen stellte Bozsiks Team fest, dass die jüngsten Gewinnerinnen nicht mehr nur dünn waren, sondern in den letzten 15 Jahren auch zunehmend muskulöser geworden sind.

In einer zweiten Studie gingen die Forscher_innen dem Phänomen noch genauer auf den Grund. Sie zeigten den Studentinnen jeweils zwei Fotos von insgesamt 14 Frauen. Beide Fotos waren in allen Aspekten identisch, mit der Ausnahme, dass in einer Version die muskuläre "Ausgabe" des Körpers digital entfernt wurde. Daraus resultierte ein "nur dünnes" Bild und ein weiteres "trainiertes und dünnes" Bild. Als die Bilder den Teilnehmerinnen separat gezeigt wurden, bewerteten sie die Versionen "nur dünn" und "trainiert und dünn" als gleichermaßen attraktiv. Als ihnen aber die Bilder paarweise nebeneinander gezeigt wurden, bewerteten die Studentinnen die dünnen, muskulösen Figuren als die attraktiveren.

"Es gibt eine Verschiebung im dünnen weiblichen Schönheitsideal hin zu einer Figur, die jetzt auch körperlich fit und muskulös aussieht", erklärt Bozsik. Die Ergebnisse der aktuellen Studie deuteten weiter darauf hin, dass Muskelkraft und Schlankheit auch bei den Frauendarstellungen in den Medien allgegenwärtiger werden. Bei Instagram und Co. finden sich unter dem Hashtag #fitspiration inzwischen Millionen Bilder von dünnen Frauen mit "gestählten" Körpern.

Es scheint also ein neues Schönheitsideal geboren zu sein, das zwar den Frauen genau wie den Männern Kraft und Stärke zugesteht, aber in Kombination mit einem sehr dünnen Körper dann doch wieder das Risiko erhöhen könne, "dass es zu einer höheren körperlichen Unzufriedenheit kommt, sowie zu späteren, damit verbundenen Essstörungen", befürchtet Bozsik.

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