Jede vierte Frau war schon mal Opfer von Onlinebelästigungen

amnesty international mahnt nach Umfragergebnissen Verantwortung sozialer Netzwerke an

Beschimpfungen, Beleidigungen, Androhungen physischer oder sexueller Gewalt. Jede vierte Frau wurde schon mal Opfer von Belästigungen oder Hassattacken im Netz. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter rund 4.000 Frauen zwischen 18 und 55 Jahren in acht verschiedenen Ländern, die das IPSOS MORI Institut im Auftrag der Menschenrechtsorganisation amnesty international durchgeführt hat.

23 % der befragten Frauen war schon mindestens einmal Opfer einer solchen Online-Attacke, am häufigsten betroffen waren Frauen in den USA (33%). In beinahe der Hälfte der Fälle handelte es sich um sexistische oder frauenfeindliche Angriffe, die nicht selten auch die Androhung von sexueller oder phyischer Gewalt enthielten.

41% der Fauen, die eine solche Erfahrung gemacht hatten, berichteten, sich auch in ihrer physischen Sicherheit bedroht zu fühlen. Über die Hälfte gab an, aufgrund der Belästigungen unter Stress, Schlafstörungen oder Panik-Attacken zu leiden.

Das Internet könne ein furchterregender und toxischer Ort für Frauen sein, kritisiert amnesty international. Dabei seien die Bedrohungen und Beleidigungen nichts, was weggehe, sobald man sich auslogge. Die besondere Gefahr bestehe in der Geschwindigkeit, mit der sich solche Beleidigungen verbreiteten. Ein einziger Tweet könne in wenigen Minuten zu einem Trommelfeuer gezielten Hasses werden.

Das große Verstummen
Die Umfrage hat auch ergeben, dass betroffene Frauen ihr Nutzungsverhalten von sozialen Netwzerken nach solchen Attacken verändern. Sie hören auf, ihre Meinung kundzutun. Während soziale Netzwerke die Kommunikation revolutioniert haben und neue Möglichkeiten der Meinungsäußerung und Informationsbeschaffung ermöglicht haben, nehmen viele Frauen diese aus Sicherheitsgründen nicht mehr wahr.

Soziale Netzwerke müssen Verantwortung übernehmen
Die Kritik der Menschenrechtsaktivist_innen richtete sich auch gegen soziale Netzwerke, die immer noch viel zu wenig gegen die Verbreitung von Hasspostings täten. Die ai-Beauftragte für Technologie und Menschrechte Azmina Dhrodia mahnte die Verantwortung der sozialen Netzwerke an. Sie müssten sicherstellen, dass Frauen, die ihre Plattformen benutzen, dies auch frei und ohne Angst tun könnten. Das Recht auf freie Meinungsäußerung schließe nicht das Recht auf Hass und Gewalt ein.

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Autorin / Autor: Redaktion/ Pressemitteilung - Stand: 22. November 2017
 
 
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