Und wenn du schön reich bist....

...dann kommt der Weihnachtsmann zu dir.
Wissenschaftler_innen veröffentlichen spaßig-ernste Weihnachtsstudie

Das Wissenschaftsmagazin British Medical Journal veröffentlicht jedes Jahr zu Weihnachten wissenschaftliche, aber nicht immer ganz bierernste Untersuchungen zu weihnachtlichen Themen. In diesem Jahr wurde unter die Lupe genommen, ob Santa Claus, wie der Weihnachtsmann im angloamerikanischen Raum genannt wird, auch wirklich häufiger zu den Kindern kommt, die brav waren oder ob da möglicherweise noch andere Faktoren eine Rolle spielen.

Untersucht haben das die Forscher_innen anhand von Weihnachtsmannbesuchen in den Kinderabteilungen von Krankenhäusern in England, Schottland und Irland. Sie ermittelten anhand von Datensätzen, wie "artig" die Kinder in den jeweiligen Bezirken statistisch betrachtet waren (hatten sie beispielsweise häufig geschwänzt?), berechneten außerdem die Distanz zum Nordpol und erfassten auch die soziale und finanzielle Familiensituation, die in dem jeweiligen Bezirk durchschnittlich herrschte. All diese Daten setzen sie in Beziehung zu der Wahrscheinlichkeit für einen Weihnachtsmannbesuch im örtlichen Krankenhaus. Heraus kam - Überraschung! - die Bravheit war offenbar kein Garant für einen Santa-Claus-Besuch. Dafür kamen Kinder aus reicheren Familien offenbar eher in den Genuss seines Besuches, während er um ärmere Bezirke einen Bogen macht. Wie gemein! Die Entfernung zum Nordpol ergab im übrigen auch keinen statistisch nachweisbaren Effekt.

Die Forscher_innen geben zu bedenken, dass man Kindern diese wissenschaftlichen Erkenntnisse vielleicht besser vorenthalten sollte, am Ende könnte das schlechte Verhalten über Weihnachten sprunghaft ansteigen, wenn die Kinder erfahren, dass es keinen Zusammenhang zwischen Verhalten und Geschenkesegen gibt.

Warum Santa Claus lieber in reicheren Regionen erscheint, gibt Anlass für weiterführende Untersuchungen, schreiben die Forscher_innen. So könnte etwa die bessere Verpflegung des Weihnachtsmannes in den Krankenhäusern reicherer Gegenden einen Einfluss haben.

Die Autor_innen der kritisch-humorvollen Studie stellen in ihrer Studie allerlei Mutmaßungen an, warum denn nun Santa Claus reiche Kinder so bevorzugt. Ist er  vielleicht gezwungen, die Ungleichheit unangetastet zu lassen, um keine politische Macht zu gewinnen? Welches Mysterium auch immer dahinter steckt, die eigentlich witzige Studie hinterlässt einen bitteren Beigeschmack, vor allem weil sie vor Augen führt, wie wenig weihnachtlich und wie ungerecht unser Weihnachten in Wirklichkeit ist.

Quelle:

Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 20. Dezember 2016
 
 
 

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