Die BlueFiction Jury

... für den Schreibwettbewerb Blue Fiction 2016/17

Antje Babendererde

Foto: privat

Die Autorin im Netz

Antje Babendererde, geboren 1963, wuchs in Thüringen auf und arbeitete nach dem Abitur als Hortnerin, Arbeitstherapeutin und Töpferin, bevor sie sich seit 1996 ganz dem Schreiben widmete. Wie ein roter Faden zieht sich die Kultur, die Geschichte sowie die heutige Situation der Indianer in den Reservaten der USA durch ihre Romane, für die sie zahlreiche Preise bekommen hat. Mit dem Jugendroman „Isegrim“(2013), der sich unter anderem mit der Rückkehr der Wölfe nach Deutschland auseinandersetzt, und dem Roman „Der Kuss des Raben“ (2016) kehrt die Autorin zu ihren Thüringer Wurzeln zurück.
Ihr nächstes Romanprojekt führt sie erneut in die USA, nach New Mexico zu den Pueblo-Indianern.

Darauf werde ich bei der Bewertung des Exposés besonders achten:
Spüre ich im Text eine ehrliche Auseinandersetzung mit dem Thema? Macht die Geschichte mich neugierig und regt sie zum Nachdenken an? Will sie den Leser berühren oder belehren? Werde ich das Meer riechen und hören können, die Bedrohung fühlen? Gibt es eine Möglichkeit, persönlich etwas zu ändern, auch für diejenigen, die nicht nahe am Meer leben?

Mein persönlicher Tipp:
Statements sind langweilig, Geschichten interessant. Erzählt eine Geschichte, an die ihr glaubt und versucht nicht, euch etwas aus den Fingern zu saugen.

Janice Jakait

Die Autorin im Netz

Janice Jakait, geboren 1977 in Lengefeld (Erzgebirge), gab ihre Arbeit als IT-Beraterin für den Extremsport auf. Als erste Deutsche überquerte sie 2011/2012 allein und ohne Beiboot in einem Ruderboot den Atlantik. Über ihre Erfahrungen auf dem Meer schrieb sie das Tosende Stille, das auf Anhieb zum Bestseller avancierte. Heute lebt Janice Jakait als Autorin und Keynote-Speaker in Heidelberg.

Janice Jakait lebte immer gern am schnellen Puls der Zeit, hatte jedoch schon mit Mitte zwanzig das Gefühl, ihren eigenen Puls nicht mehr zu spüren. In ihrer verzweifelten Sehnsucht danach, »anzukommen«, ruderte sie über einen Ozean und flüchtete um die halbe Welt – bis sich ihr ein wirklich anderer Weg eröffnete, der Weg in ein neues, ein zweites Leben. In ihrem neuen, zweiten Buch Freut euch nicht zu spät, das ebenfalls zum Bestseller wurde, erzählt sie von dem großen Abenteuer, bei sich selbst anzukommen, und von der Freiheit, nicht mehr kämpfen oder weglaufen zu müssen. Sie ermutigt, wieder mehr zu vertrauen, sich hinzugeben, loszulassen, zu vergeben, ohne Sicherheiten zu erwarten. Denn wenn nicht jetzt, wann dann? Wir haben nichts anderes als dieses Leben und die Möglichkeit, uns darin eine fantastische Geschichte zu erzählen.

Mein Tipp:
Das Meer ist eben einfach das Meer, und genau das macht es so besonders. Das Meer ist Urkraft, ist unberechenbar, undurchdringlich und weit. Und doch kann es auch ein Ort der Hoffnung, der Ruhe und der Besinnung sein. Ich würde mich über Geschichten freuen, denen es ohne ausufernde Sätze gelingt, den Leser mit in die Tiefe dieser rauen, schnörkellosen und gegensätzlichen Natur des Meeres zu ziehen. Letztlich ist es mit dem Meer so, wie auch mit dem Leben: unter der Oberfläche gibt es viel zu entdecken, und nicht alles ist gut - mal wächst es empor, mal bricht es zusammen - an einem Tag ist es stürmisch, am nächsten bewegt es sich gar nicht mehr. Wer das Meer begreift, der versteht wohl auch den Menschen.

Uli Kunz

Uli ist mit Haien, Orcas, Buckel- und Belugawalen getaucht, hat sagenhafte Korallenriffe vor Norwegen fotografiert und einmalige Begegnungen mit dem größten Fisch der Erde gehabt.
Der Meeresbiologe und Forschungstaucher begleitet seit vielen Jahren wissenschaftliche Expeditionen unter Wasser und bringt dabei faszinierende Fotos mit, die in National Geographic, GEO, bild der wissenschaft und verschiedenen Magazinen und Büchern veröffentlicht werden. Mit seinen Live-Shows "TiefenRausch" und "Leidenschaft OZEAN" ist er regelmäßig in Deutschland auf Tournee, begeistert sein Publikum mit spannenden Geschichten und spektakulären Bildern aus der Unterwasserwelt und macht auf die Bedrohung der Ozeane aufmerksam.
Er hat sein eigenes Buch "TiefenRausch" herausgebracht und zusammen mit dem Unterwasserarchäologen Dr. Florian Huber den Band "Tauchen" aus der bekannten Reihe  WAS IST WAS verfasst.
Mit vier seiner Freunde hat er die Forschungstauchfirma Submaris gegründet und ist weltweit als Wissenschaftler und Kameramann im Einsatz.

Mein Tipp:

Als Fotograf und Kameramann lebe und denke ich in Bildern - und finde Geschichten herausragend, wenn sie es schaffen, in mir großartige Bilder zu erwecken. Wenn sich beim Lesen der Worte die Wellen haushoch auftürmen, das Wasser bis zum Hals schwappt, die kleinsten Bewohner der Meere mich mit ihren Scheren, Zähnen und Giftstacheln packen und ich plötzlich in der pechschwarzen Finsternis eines Tiefseegrabens schwebe... dann haben mich die geschriebenen Worte gepackt und ich muss am Ende eines Absatzes tief Luft holen. Geheimnisse, Bedrohung, Zerstörung und Leben. Das Meer hat alles zu bieten. Eure Geschichten vielleicht auch.

Antje Szillat

Die Autorin im Netz

Antje Szillat begann bereits mit acht Jahren, Geschichten zu schreiben. Von diesem Zeitpunkt an war es ihr größter Wunsch, Schriftstellerin zu werden. Doch zunächst schlug sie ganz andere berufliche Wege ein und begann erst nach der Geburt ihres zweiten Sohnes damit, ihren Kindheitstraum wahr werden zu lassen.

Heute schreibt die gebürtige Hannoveranerin sehr erfolgreich Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Inzwischen hat sie knapp 70 Bücher bei namhaften Verlagen veröffentlicht. Darunter ihre Buchfigur "Rick", die zu den Kinder-Buch-Bestseller-Reihen zählt und den Longseller-Jugendbuch-Hit "Alice im Netz". Die Autorin schreibt einige Projekte unter drei verschiedenen Pseudonymen, den größten Teil jedoch unter ihrem Realnamen.

Antje Szillat ist verheiratet und hat mit ihrem Mann vier Kinder. Zu der lustigen "kleinen" Großfamilie gehören leider kein Stinktier, dafür aber Pferde, Hunde, Goldfische und viele, viele Bücher. Sie lebt und arbeitet vor den Toren ihrer Lieblingsstadt Hannover.

Besucht die Autorin auch auf ihrer Facebook-Seite oder folgt ihr bei instagram: antje_szillat

Mein Tipp:
Worauf ich bei meiner Auswahl bzw. Bewertung achten würde, ist in erster Linie die Authentizität und eine nachvollziehbare/er Story/Plot. Ich erhoffe mir, farbenprächtige Ideen und gefühlvolle Schilderungen, die mich mitreißen und begeistern - am meisten hoffe ich jedoch auf eine echte Überraschung. Oh ja, es wäre ganz wunderbar, wenn mich eine Story total überraschen würde.

Franziska von Stieglitz

© Ronny Schönebaum

Franziska von Stieglitz studierte Anglistik/Amerikanistik, französische Philologie, Lehramt, Archäologie und Kunstgeschichte in Bonn, Stuttgart und Tübingen und arbeitete bereits während ihres Studiums als Redakteurin und Journalistin für mehrere Magazine. Seit 2016 arbeitet sie als Lektorin für Kinder- und Jugendbücher beim Arena Verlag, Würzburg.


Darauf werde ich bei der Bewertung der Exposés besonders achten: Auf einen packenden Einstieg in die Geschichte, einen flüssigen Schreibstil und eine Nachricht, die nicht nur pathetisch daherkommt. Da ich persönlich für den Umweltschutz der Meere aktiv bin, liegt mir neben gelungenem Charakter- und Settingsaufbau eine authentische Darstellung der Problematik am Herzen.

Mein persönlicher Tipp: Genau hinsehen: Das Besondere findet ihr oft im Detail! Umweltschutz ist ein komplexes Thema und es muss nicht alles auf ein paar Seiten gesagt werden. Lieber ihr konzentriert euch auf einen Aspekt, einen Blickwinkel – und gebt diesem dann eine persönliche Note. Leser werden gerne überrascht und aus ihrem üblichen Gedankenmuster gerissen.

Alle Infos zum Wettbewerb

Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 15. September 2016