Aufgetakelte Avatare

Studie: Anziehspiele schaden dem Körperbild von Mädchen

Mehr als schlank, große Augen, volles Haar, perfekt gestylt und geschminkt für das Date. Schon jüngere Mädchen werden in ach so süßen Online-Spielen mit Figuren konfrontiert, die mit der Realität nur wenig gemeinsam haben. Wer muss sich auch schon mit zehn für das erste Date auftakeln ... Wie schnell sich Mädchen ein falsches Vorbild an dünnen Spielfiguren nehmen, zeigt eine aktuelle Studie.

Hierfür ließen die Forscher_innen von der University of the West of England (UWE Bristol) 40 Acht- und Neunjährige das Spiel „Dream Date Dress Up“ spielen. Die Spielerinnen sollen darin dem weiblichen Avatar ein Makeover verpassen, Haare und Kleidung so auswählen, dass dieser zum männlichen Dating-Partner passt. 40 weitere Teilnehmerinnen spielten „Penguin Diner“, ein Spiel, das nichts mit dem Aussehen zu tun hat.

Nach den Online-Spielen sollten die jungen Testpersonen aus unterschiedlichen Silhouetten die auswählen, die ihrer eigenen Figur am nächsten kommt und die, die ihrem Wunsch-Körper entspricht. Nicht verwunderlich: Spielten die Mädchen "Dream Date Dress Up", so war ihr Wunsch nach einem dünneren Körper sehr viel größer als wenn sie sich mit „Penguin Diner“ beschäftigten. Schon zehn Minuten der Auseinandersetzung mit dem Online-Anziehspiel reichten aus, dass die Mädchen unzufrieden mit dem eigenen Körper waren und sich eine schlankere Figur wünschten.

Ein Spiel wie "Dream Date Dress Up" sende den Mädchen die Botschaft, dass sie sich für ein Treffen mit einem Jungen aufhübschen müssen, um für ihn attraktiv zu sein, kritisiert die Studienleiterin Amy Slater. „Junge Mädchen von sechs, sieben, acht, neun und zehn Jahren sind die Zielgruppe dieses Spiels. Müssen sie sich wirklich darüber Gedanken machen, wie sie sich auf ein Date vorbereiten und wie sie süß aussehen? Dies ist keine sinnvolle Botschaft, die jungen Mädchen übermittelt wird“, sagt Slater. Eltern sollten sich der Wirkung solcher Spiele bewusst sein.

Doch auch durch Magazine, Werbung, Kleidung und Spielzeug werden ähnliche fragwürdige Schönheitsideale vermittelt. Dies sei beunruhigend, da Mädchen, die schon früh mit ihrem Körper unzufrieden sind, oft langfristig ihre eigene Figur hinterfragen. Und Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper erhöhe wiederum das Risiko von geringem Selbstwertgefühl, gestörtem Essverhalten und Depressionen.

Quelle:

Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 28. Juni 2016
 
 
 

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