Konzeption - Lebensraum im Zeichen des Wandels

Einsendung zum Wettbewerb 2050 - Stadt meiner Träume von Maximilian, 24 Jahre

Ach ja, wie schön wäre eine Stadt in der es schwebende Stadtteile gibt - hoch oben nahe den Wolken, mit Wasserfällen die von einem Stadtteil in den nächsten, darunterliegenden fließen?! Mit Teleportern und fliegenden Fortbewegungsmitteln wie aus Sciencefiction Filmen... Bis es soweit ist müssen wohl noch mehr Jahre vergehen oder wahrscheinlich wird es erst gar nicht so weit kommen. Dennoch ist es möglich ein zukunftsfähiges Stadtmodell zu realisieren, welches dem Großteil der Bevölkerung zusagen könnte und weniger utopisch ist.

In der Stadt meiner Träume gibt es alles, was das Herz begehrt, was zu einem gemütlichen, friedlichen und angenehmen Zusammenleben dazugehört.
Fangen wir zunächst mit ein paar grundlegenden Veränderungen der inneren Struktur an.

Wegen eines bedingungslosen, existenzsichernden Grundeinkommens ist keiner mehr zur Arbeit verpflichtet, sodass man sich den wichtigen Dingen des Lebens wie Familie, Freundschaft, Hobbys usw. widmen kann oder man die Möglichkeit hat, ohne finanzielle Sorgen einer Arbeit nachzugehen, die einem wichtig bzw. sinnstiftend erscheint. Maschinen und deren Automatisierung haben unsere Arbeit in den meisten Bereichen wie Produktion gänzlich übernommen und alle Erträge der Maschinen werden gleichmäßig an die Bürger verteilt.

Die Energiegewinnung findet durch Sonnenkraft wie beispielsweise Solaranlagen an Gebäuden statt. Es gibt sogar bereits heute transparente Solar-Panels, die als Fenster benutzt werden, um die Energiegewinnung zu erhöhen. Wind & Wasserkraft sowie Erdwärme sind ebenfalls ein Hauptbestandteile der Energiegewinnung. Auch lautlose, schadstofffreie Öl, Ethanol & Wasserstoff- Verbrennungsmotoren, die in den meisten Gebäuden als Notstromgeneratoren untergebracht werden, dienen als ergänzende Energiegewinnungsmaßnahme.

Zum Stadtbild:
Sowohl Fahrradstraßen als auch Fußgängerwege werden mit Dächern versehen, die vor Regen schützen. Es gibt Künstlerviertel mit Straßenkunst wie in Südamerika, wo viele Häuser bunt sind und diese als kreativer Austausch und Begegnungsräume genutzt werden. Man findet zahlreiche schicke & raffiniert konstruierte Häuser. Die Flachdächer der Gebäude sind mit Brücken verbunden, sodass jedes Dach für jeden zugänglich gemacht wird.

Die Flachdächer sind groß genug, dass Parks und botanische Gärten auf ihnen gebaut werden können. Diese Dächerlandschaft lässt eine neue Ebene, ja wenn man so will eine zweite Stadt (Dachstadt) entstehen, auf denen kleine Cafés stehen und Urban-Gardening betrieben wird, was zur Stärkung der Gemeinschaft beiträgt. Darüber hinaus gibt es auch vermehrt Parks in großen Gebäudekomplexen in Form von Tropenlandschaften, wie man sie beispielsweise als Tropenhäusern aus Zoo's kennt. Generell wird in der Stadt meiner Träume viel Wert auf ein ausgewogenen Anteil an Grünflächen, Stadtgebiet & Wohngebiet gelegt. Normalerweise gibt es bei den meisten Städten ein überfülltes Zentrum, was oft zum Stillstand des Verkehrs führt. Durch Streuung bzw. Aufspaltung des Zentrums soll diesem negativen Effekt entgegen gewirkt werden. Ein Fluss mit vielen kleineren Bächen, die sich durch die Stadt schlängeln, werten das Stadtbild auf.

Darüber hinaus findet man auf den Straßen eine Vielzahl an Restaurants verschiedener Kulturen, deren tiefe Preise und hohe Qualität das Kochen im eigenem Haushalt völlig überflüssig machen. Der Schwerpunkt wird auf die Gemeinschaft gesetzt. Es gibt viele Begegnungsstätten und alle Kulturen leben gemischt zusammen.

Skizze der Idee mit den Verbindungsbrücken

Die aktuelle Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt ist in vielen Großstädten sehr kritisch: Das Wohnen in der Stadt bzw. im Zentrum einer Großstadt wird immer beliebter. Neben der Urbanisierung spielt auch das Bevölkerungswachstum eine wichtige Rolle. Diese Entwicklung ist nicht nur in Deutschland, sondern weltweit zu beobachten. Da der vorhandene Lebensraum nicht genügend Wohnmöglichkeiten für alle bietet, steigen hinsichtlich der hohen Nachfrage die städtischen Wohnungsmieten. So stiegen zum Beispiel in Berlin die Mieten innerhalb der letzten 10 Jahre um 45% an. Auch in München und Dresden stieg die Kaltmiete bei einer Neuvermietung um 27 %. Sogar die Mietpreise für einzelne WG-Zimmer steigen kontinuierlich. 2014 wohnten in Deutschland 4,22 Millionen Menschen in einer Wohngemeinschaft. Gemeinschaftliches Wohnen wird demnach immer gefragter - nicht nur bei Studenten. Es ermöglicht den vorhandenen Wohnraum effizient zu nutzen und damit jedem, zentral zu wohnen. In absehbarer Zeit wird das Teilen von Wohnraum für alle deutschen Großstädte von hoher Relevanz sein.
Ein Konzept für die Gestaltung einer Wohngemeinschafts-Wohnung unter Berücksichtigung starker Platzeinsparungen zugunsten des öffentlichen Raumes (z.B. Ausbau vorhandener Einrichtungen oder Bau neuer) könnt ihr unten als pdf herunterladen.

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Autorin / Autor: von Maximilian, 24 Jahre