Wie macht man ein Interview?

Wie stellt man gute Fragen?
Tipps für Schülerzeitungs-Macherinnen, junge Autorinnen und LizzyPress-Schreiberinnen

Geheimtipps für ein Interview

Du bist in einer Schülerzeitung oder willst einfach nur für Lizzynet schreiben. Da kommt der ein oder andere nicht um ein Interview herum. Ob man mit einem Star oder dem Bäcker von nebenan spricht ist zweitrangig. Ein Interview muss so geführt werden, dass euer Gegenüber möglichst viel von sich preis gibt. Damit das funktioniert muss auch die Vorbereitung klappen:

Vor dem Inteview: Brainstorming

Überleg zuerst, was du deinen Interviewpartner alles fragen kannst und was die Leser interessieren könnte. Beim Bäcker kannst du fragen, wie er zu seinem Beruf gekommen ist, deinen Lehrer nach seinen schulischen Leistungen, eine Musikgruppe nach Einflüssen in ihrer Musik. Die Fragen schreibst du erst mal so auf, wie sie dir in den Kopf kommen. Am Stil arbeiten wir später ;)

Informiere dich über deinen Interviewpartner

Gute informiert zu sein ist schon die halbe Miete. Klick dich durch die Internetseiten deines Stars, lies Artikel in der Schulchronik über den Lehrer oder such die Firma, zu der du schreiben willst, im Internet. Durch diese Infos fallen dir bestimmt noch mehr Fragen ein. Außerdem kannst du so peinliche Situationen vermeiden. Ist eine Firma grade in den Miesen und du fragst sie, warum sie so gut verkauft, kommt das weniger gut.

Kürzen der Fragen

Lies dir jetzt deine Fragen noch mal durch. Gibt es welche, die nun überflüssig sind? Doppelt sich etwas? Außerdem kannst du jetzt auch die Dauerbrenner streichen. Niemand beantworte gerne 30 mal die gleiche Frage. Versuch lieber etwas zu finden, was kein Interviewer vor dir wissen wollte. Das macht das gedruckte Interview ebenfalls interessanter.

Ordnen der Interviewfragen

Bring jetzt alles in eine Reihenfolge. Such dir eine Eingangsfrage, die leicht zu beantworten ist und mit der man warm wird. Bau die Fragen, bei denen dein Gegenüber persönlicher werden muss lieber kurz nach dem Mittelteil ein. Vor allem ist es gut, eine thematische Ordnung zu haben. So musst du nicht hin und her springen.

Der Stil deines Interviews

Jetzt verleihst du dem Interview den letzten Schliff. Pass die Sprache der Fragen deinem Interviewpartner an. Hast du eine coole Band vor dir, kannst du eher locker reden. Sprichst du mit einem Firmenchef, sollte auch deine Sprache etwas gehobenere klingen. Zu einem guten Stil gehört außerdem das Einarbeiten gesammelter Informationen. Zum einen spart das später Zeit, weil man die Fragen gleich abdrucken kann, zum anderen zeigt das deinem Partner, dass du dich vorher informiert hast.

Auch beim Interview selbst gibt es einiges zu beachten:

  • 1. Zuerst solltest du höflich bei der Person anfragen, mit der du sprechen möchtest. Entweder bittet dich die Person, einen Terminvorschlag zu machen. Gut für dich – du kannst selbst entscheiden, wie du deine Zeit einteilen willst. Oder die Person macht selber einen Vorschlag. Versuch dich dann nach der Person zu richten. Schließlich willst du etwas von ihr :-). Wird nichts über den Termin gesagt, dann solltest du nach einem Terminvorschlag bitten. Auf jeden Fall solltest du beim Treffen pünktlich erscheinen.
  • 2. Als Treffpunkt bietet sich der Bandraum, die Firma oder das Geschäft der Person an. Manchmal ist es aber auch ungezwungener, sich in einem Café zu treffen. Deine Rechnung bezahlst du dort selbstverständlich selber ;).
  • 3. Beim Interview selbst trittst du am besten freundlich und offen auf. Stell dich vor und bedank dich für das Interview.
  • 4. Wenn du die ganze Zeit in deinen Notizblock guckst, wirkt das eher unhöflich. Die Kunst des Schreiben-Zuhören-Denken im selben Moment gilt als Königsdisziplin. Deshalb ist es ratsam, das Interview auf einem Tonbandgerät mitzuschneiden. So kannst du dir auch später alles immer wieder anhören. Deine Fragen solltest du allerdings nicht zu Hause vergessen.
  • 5. Deine vorbereiteten Fragen sind Richtlinien, aber kein Käfig. Bekommst du eine interessante Antwort, hak ruhig nach. Wenn man eine größere Gruppen von Leuten interviewt, gibt es meist Wortführer und stillere Menschen. Stell auch den Stilleren gezielt Fragen, dann wird dein Interview abwechslungsreicher.
  • 6. Am Ende bedankst du dich noch einmal. Zum guten Ton gehört es, wenn du noch erzählst, wo das Interview später zu lesen (oder zu hören) ist.

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Autorin / Autor: missmarie - Stand: 1. Dezember 2008
 
 
 

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