Lernsoftware:  Bioabi mit Handy

Das Handy als Prüfungscoach

Grafik: Handy-Display mit Fragen

Mit „mobile learning” auf Erfolgskurs

Jugendliche neigen dazu, ihr Handyguthaben nicht nur zum Telefonieren zu verbrauchen: Klingelton-Abonnements hat heutzutage fast jeder Jugendliche, auch wenn es ihm gesetzlich noch gar nicht erlaubt ist, und das meist auf Kosten der Eltern, die oft nicht einmal wissen, was mit ihrem investierten Geld angestellt wird. Wer nicht ständig den neusten Klingelton benötigt, läd sich hin und wieder ein Spiel auf sein Handy, schließlich braucht man eine Beschäftigung für die Pause, oder wenn man nicht an seinem Computer sitzen kann, um dort zu zocken.
Stattdessen kann man mit seinem Handyguthaben aber auch nützliche Software herunterladen.

„BioSkills“ und „Handylearn Projects” haben sich dazu etwas einfallen lassen. Damit Schüler ihren Lernstoff immer parat haben, haben sie die Handylernsoftware „tutor2go“ entwickelt, die zum mobilen Lernen, also „mobile learning“, animieren soll. Sein Handy hat man schließlich meistens bei sich, und mit der Software kann man auch spontan während der Zug- oder Busfahrt seine grauen Zellen beschäftigen, ohne, dass man ein großes Buch mitnehmen muss.

Gerade sind die Entwickler dabei, die Lerninhalte des Faches Biologie für Schüler der Oberstufe in das „Lehrbuch für unterwegs“ zu stecken. Es sind schon fünf verschiedene Bereiche verfügbar, darunter Ökologie, Evolution und Stoffwechsel, welche relevant für das Abitur sind. Doch es kommen immer neue hinzu.

Die Methode der modernen Software erinnert an das Lernen mit Karteikarten: man bekommt eine Frage gestellt und hat mehrere Antwortmöglichkeiten. Wählt man die richtige aus, und das viermal hintereinander, wird dies im Handy abgespeichert und die Frage muss nicht wiederholt werden, da man nach der viermaligen richtigen Antwort davon ausgehen kann, dass man die Information im Langzeitgedächtnis gespeichert hat. Jedoch hat man auch die Möglichkeit die Wiederholungen zu variieren und auch die Fragen zu vermischen. Weiß man eine Antwort nicht, bekommt man sofort eine Rückmeldung mit der passenden Antwort und einer Erklärung, bei der auch mal Beispiele aus dem Alltag zur besseren Veranschaulichung hinzugezogen werden. Am Ende kann man im Gesamtergebnis sehen, wie hoch sein Lernerfolg war und mithilfe der Statistik feststellen, wie viele Fragen man schon beantwortet hat, also wie viel man noch für seine Abiturvorbereitung tun muss oder eben nicht.

Fazit
Aufgrund des simplen Systems und der leichten Bedienung sollte es dann auch keinem Schüler mehr schwer fallen, etwas mit seinem persönlichen und liebsten Begleiter im Alltag (außer natürlich der Freundin oder dem Freund g*) zu lernen: dem Handy.

Mehr Informationen findet ihr hier:

Autorin / Autor: Jennifer Maier - Stand: 3. Dezember 2007