P.M. History: Die Weltgeschichte

Wichtige Fakten mit 60.000 Einträgen

Die Software „P.M. – Die Weltgeschichte“ beinhaltet laut Hersteller die wichtigsten Fakten aus Politik, Literatur, Philosophie, Bildender Kunst, Musik, Wissenschaft und Alltagsleben in 60.000 Einträgen, dazu unterhaltsame und interessante Videos und Audiomitschnitte. Klingt gut, oder?

Installation
Die Installation ist erwartungsgemäß kinderleicht: CD einlegen, ein paar Mal bestätigen und das Programm ist drauf. Zunächst erscheinen auf dem Bildschirm nebeneinander zwei Zeitleisten, wie ich später in der Hilfe lese sind solche Leisten das „Herzstück des Programms“. Sie lassen sich „beliebig konfigurieren“, was soviel bedeutet wie: man kann sich ein Fachgebiet aussuchen (zum Beispiel „Politik – Deutsche Außenpolitik“), Stichwörter suchen, Jahreszahlen angeben oder nach Mediendaten suchen (Tonmitschnitte, Fotos, Videoclips), und man kann beliebig viele Leisten anlegen.

Ausprobieren...
Das hab ich gleich mal ausprobiert. Meine erste Leiste zeigte nun alle Einträge mit „schott“, also alles über Schottland und schottisches, die zweite Videos vom Zweiten Weltkrieg. Die kurzen Infos zu jedem Eintrag (oft nur zwei oder drei Zeilen) stellten mich kaum zufrieden, man konnte keine Zusammenhänge erkennen und die Informationen waren spärlich. Dafür stammten sie aber aus verlässlichen Quellen (mit Literaturangaben -> macht Eindruck bei Lehrern! g).

Das Programm hat aber noch drei weitere Funktionen. Zum einen wäre da das geschichtliche Lexikon, ein „Standardwerk für Sachbegriffe und historische Fachwörter und Daten“. Leider versagte das schon bei meinen ersten beiden Suchbegriffen: Glasnost und Perestroika (hat glaub ich was mit Gorbatschow zu tun, mehr weiß ich leider immer noch nicht). Immerhin stellte es meine Mum zufrieden, die mich nach „Völkerschlacht“ suchen ließ. ^^

Dann gibt es noch das „Themen-Special Tsunami“ – so etwas wie eine Diashow wirklich beeindruckender Bilder, teils aus der Luft aufgenommene Zerstörung, aber auch Hilfsaktionen, Soldaten, Hilfslieferungen und jubelnde Kinder, die mit Reis und Trinkwasser versorgt werden. Fährt man über die Bilder (das gilt übrigens für alle Bilder des Programms) erscheinen Kurzinfos, wenn man draufklickt wird das Bild riesengroß und füllt den ganzen Bildschirm. Die Bilder sind wirklich gut und oft findet man im Internet nicht so große.

Die letzte Funktion ist eine Zeitleiste „Vom Urknall bis heute (2005)“, die die wichtigsten Infos kurz und knapp beinhaltet. Vor allem in den spätere Jahren, also nach 1950, wird es recht interessant, weil (zumindest ich)ziemlich uninformiert bin. Außerdem findet man hier auch einige Videos und Reden als kurze Tonmitschnitte, die man sonst lang hätte suchen müssen.

Kritik
Das Programm ist nicht ganz übersichtlich. Es beinhaltet gute Bilder, knappe (nicht ausreichende Infos), ein etwas spärliches geschichtliches Lexikon, und sehr interessante Videos und Tonmitschnitte. Die könnte ich mir echt ewig anschauen… Okay, insgesamt sechs Stunden lang ;) Wenn man hier sucht findet man einige interessante Sachen (zum Beispiel eine alte Zigarettenwerbung, die meine Mutter an „früher“ erinnert hat), aber ich denke die 29,90€ lohnen sich nicht wirklich. Ihr könnt also beruhigt weiter auf Wikipedia surfen!

Autorin / Autor: maryliz - Stand: 02. November 2006