Fair = Gutes Gewissen und besseres Leben

Aktuelle Studie: Fairtrade bringt mehr Lohn und Sicherheit

Wer Produkte mit dem Fairtrade-Siegel kauft, kann nicht nur besser schlafen, weil er/sie ein gutes Gewissen hat, sondern tut tatsächlich etwas Grundlegendes gegen die Armut in ländlichen Regionen von Entwicklungsländern! Man spendet sozusagen gleich beim Einkauf und gibt somit keine Almosen, sondern den Menschen ihre Würde zurück...

Anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums hat TransFair e.V. gemeinsam mit der Max Havelaar-Stiftung Schweiz eine Studie in Auftrag gegeben, die herausfinden sollte, wie sich der faire Handel in verschiedenen Produktbereichen auf drei Kontinenten auswirkt. „Die aktuellen Forschungsergebnisse belegen, dass Fairtrade bessere Einkommen schafft und zur Armutsbekämpfung in den ländlichen Regionen beiträgt“, erklärte Dieter Overath, Geschäftsführer von TransFair. „In Fairtrade-starken Regionen, wie im Bananenanbau in Peru oder in der Rosenzucht in Kenia, ahmen konventionelle Anbieter sogar Fairtrade-Standards nach, wie zum Beispiel die Prämienzahlung oder verbesserte Arbeitsbedingungen.“

Für die Studie wurden Bauern und abhängige Beschäftigte in Afrika, Lateinamerika und Asien
durch Gruppendiskussionen und Einzelinterviews befragt. Neben 3750 Fragebögen wurde auch Primär- und Sekundärliteratur ausgewertet. Dabei wurden Fallstudien in den Produktbereichen Kaffee, Bananen, Tee, Baumwolle, Kakao und Blumen untersucht und die Entwicklungen von Fairtrade-zertifizierten Kleinbauernkooperativen, Plantagen und Vertragsanbauern mit den Organisationen verglichen, die konventionell anbauen. Besonderen Fokus legten die StudienautorInnen auf die Bildung, die Gesundheitsversorgung und das Verhältnis der Geschlechter.

Mehr Verdienst und feste Arbeitsverträge
Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Kleinbauern und Arbeiter auf Fairtrade-zertifizierten Kooperativen und Plantagen verdienen nicht nur mehr, sondern ihre Einkommen sind auch stabiler als die ihrer KollegInnen aus konventionellen Betrieben. Rund 64 Prozent der Befragten gaben an, sogar Geld sparen zu können, bei der Vergleichsgruppe waren es nur 51 Prozent. 85 Prozent der Befragten im Baumwoll-Fallbeispiel konnten durch Fairtrade leichter einen Kredit erhalten. Und fast ebensoviele aus der untersuchten Fairtrade-Blumenplantage haben einen festen Arbeitsvertrag, im Gegensatz zu unter 20 Prozent in konventionellen Vergleichsplantagen.
Aber auch die massiven Investitionen in die lokale Infrastruktur, wie den Ausbau von Straßen, zieht viele positive Veränderungen nach sich, die sich direkt in der Verbesserung im Bildungs- und Gesundheitswesen niederschlägt.

Die Bevölkerung ist eingebunden
Positiv wurde in der Studie auch hervorgehoben, dass Fairtrade-Prämiengelder oftmals für Projekte verwendet werden, von denen die Bewohner einer ganzen Region etwas haben. Kleinbauern und Arbeiter haben die Möglichkeit, Entwicklungsprojekte selbstbestimmt umzusetzen; das führt dazu, dass diese Projekte von der breiten Bevölkerung akzeptiert und getragen werden. Allerdings hängt die Wirkung von Fairtrade auf die ländliche Entwicklung stark davon ab, wie hoch die Fairtrade-Absätze sind, wie gut die Produzenten und das Management informiert und organisiert sind und wie ernst ihr Engagement für Fairtrade ist. Das Centrum für Evaluation (CEval), das die Studie erarbeitet hat, empfiehlt deshalb, dass die gut funktionierenden Beispiele im Sinne eines „Best Practice-Ansatzes“ genutzt werden, um die Wirksamkeit innerhalb des Fairtrade-Systems zu erhöhen.

Erfolgreiches Jubiläumsjahr – 34 Prozent Plus
Zwanzig Jahre nach der Gründung von TransFair stieg auch 2012 der Absatz von Fairtrade-Produkten am deutschen Markt weiter: um 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf über 34.000 Tonnen! Am meisten verkauft werden Blumen, mit einem Wachstum von 229 Prozent, Bananen, mit 69 Prozent Steigerung und Kaffee mit einem Plus von acht Prozent, außerdem Süßigkeiten (+ 46 Prozent) und Fruchtsaft (+ 14 Prozent). Der Marktanteil von Fairtrade-Kaffee liegt bei zwei Prozent. Faire Rosen nähern sich einem Marktanteil von 20 Prozent. 30 Prozent der in Deutschland verkauften Bio-Bananen tragen das Fairtrade-Siegel.

Die Studie wurde vom Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, Misereor und Brot für die Welt/EED mitfinanziert und von CEval aus Saarbrücken erarbeitet.

Und welche Produkte kaufst du fair?

Lies mehr dazu auf LizzyNet

Autorin / Autor: Redaktion/ Pressemitteilung; - Stand: 13. Dezember 2012
 
 
 

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