Gutes Gewissen beim Klamotten-Kauf

Verbraucher Initiative gibt Infos zu öko-fairer Mode

Immer mehr Menschen ist es nicht egal, woher ihre Klamotten kommen, wer sie produziert hat und unter welchen Bedingungen sie hergestellt wurden. Die VerbraucherInnen suchen sozial- und umweltverträglich hergestellte Mode. Wie aber erkennt man, ob diese Mode auch „echt“ ist? Die VERBRAUCHER INITIATIVE gibt jetzt Tipps zu diesem Thema.

Öko-faire Mode, Öko-Mode, Green Fashion: Für „saubere“ Sachen gibt es viele Namen, aber leider noch nicht viele Läden. Damit bei der Suche nach öko-fairer Mode kein Frust aufkommt, verlangt der Kleiderkauf etwas Planung. Das Internet ist dabei das ideale Werkzeug, denn dort tummeln sich eine Reihe Anbieter ökologisch und sozial verantwortlich hergestellter Mode. „Wem Online-Shopping an sich nicht zusagt: Spezialisierte Geschäfte in der Region sind in der Regel ebenfalls über das Internet zu finden“, sagt Mareen Joachim von der VEBRAUCHER INITIATIVE.

Woran erkennt man Naturfaser?

Ob ein Stück wirklich grün ist und nicht nur „green washed“, erkennt man an geeigneten Produktlabeln, wie dem noch relativ jungen Zeichen GOTS, was für Global Organic Textile Standard steht. „Der Standard wird von Herstellern und Zulieferern sehr gut angenommen, so dass immer mehr GOTS-gelabelte Textilien zu finden sein dürften“, erklärt Mareen Joachim. Das internationale Zertifikat wird vergeben, wenn der Naturfaser-Anteil zu mindestens 70 Prozent aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft kommt.

Woran erkennt man, dass keine Kinderarbeit drin steckt?

Höhere Maßstäbe legt das Zeichen „NATURTEXTIL IVN zertifiziert BEST“ an. Dafür müssen beispielsweise die Naturfasern hundertprozentig „bio“ sein. Beide Label fordern, dass neben Umwelt- auch Sozialstandards entlang der gesamten Textilkette erfüllt werden: Gemäß den Normen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO sind zum Beispiel Zwangs- und Kinderarbeit ausgeschlossen sowie Arbeitsschutz und existenzsichernde Löhne gegeben. Das Fairtrade-Zeichen auf Textilien („Fairtrade – Certified Cotton“) zeigt wiederum an, dass die enthaltene Baumwolle von Kleinbauern angebaut, fair gehandelt und ökologisch nachhaltig erzeugt wurde. Zudem halten sich die baumwollverarbeitenden Unternehmen an die ILO-Konventionen.

Hintergrundinformationen zu ökologischen und sozialen Aspekten von Textilien und Baumwolle findet ihr auf oeko-fair.de. Im öko-fairen Branchenbuch könnt ihr spezialisierte Modeläden in eurer Region finden. Als Einstieg für den Einkauf im Internet bietet sich außerdem ein Abstecher auf ecotopten.de an, wo das Öko-Institut eine Liste mit Internetadressen empfehlenswerter Anbieter zusammengestellt hat.

Hier nochmal die Links

Autorin / Autor: Redaktion/ Pressemitteilung - Stand: 18. November 2009