Der alte Mann

Beitrag zum Schreibwettbewerb echt? jetzt! von Tom, 15 Jahre

Ganz von Dunkelheit umschlungen,
Tief an den alten Baum gesunken,
An welchem kaum noch Blätter hängen,
Fast schon in seinen Fängen,
Sitzt er und sieht,
Wie ein weiteres entflieht.

Der Wind eins nach dem ander´n treibt,
Bis ein einziges verbleibt.
Der Alte in die Berge schaut, ganz unbeirrt,
Obwohl er weiß, dass auch das letzte schon bald fallen wird.
Dann wird er kommen, der, der einem Schatten gleicht,
Der, dem die Sense niemals von der Seite weicht.

Und da fällt es, das Blatt, das letzte,
Und eine Träne im Blau, das seine Frau immer schätzte,
Zeugend von Trauer und Freunde gemischt,
Sie das Bild der Berge langsam verwischt.
Und seinen letzten Gedanken den denkt er nun hier:
“Gleich bin ich dort oben, gleich bin ich bei ihr.”

Autorin / Autor: Tom