Geschichte der Mauerjahre

WDR und MDR starten Augmented Reality-App "OstWest Zeitzeugen" für Schüler:innen

Berlin 1961: Warum flieht Elke Rosin kurzentschlossen nach West-Berlin? Warum bleibt Jörg Hildebrand in der DDR, obwohl er das politische System ablehnt? Und warum bewacht Uwe Rutkowski als Volkspolizist die Grenzschließung, obwohl seine Zweifel wachsen?

Mit der neuen Augmented Reality-App "OstWest Zeitzeugen - Mauerjahre in AR" wollen WDR und MDR die Geschichte der deutschen Teilung 65 Jahre nach dem Mauerbau für Schüler:innen erlebbar machen. Sie laden Jugendliche aus ganz Deutschland dazu ein, auch selbst Fragen an eine Zeitzeugin und zwei Zeitzeugen zu stellen.

Mithilfe von digitalen Inhalten, die die echte, physische Welt ergänzen, begegnen die Jugendlichen den Zeitzeug:innen virtuell im Klassenraum oder zu Hause. Die historischen Erzählungen werden durch Fotos, Texte, Audios, Illustrationen und weitere multimediale Elemente ergänzt. Die Zeitzeugen erscheinen dabei virtuell im realen Raum und erzählen ihre Geschichten auf Augenhöhe mit den Nutzer:innen. Die App knüpft damit an die erfolgreichen AR-Angebote "WDR AR 1933-1945" und "Zeitzeugen 1945 - Trümmerjahre in AR"
an und wurde gemeinsam mit der Hochschule Düsseldorf entwickelt.

Schüler:innen gestalten die Inhalte mit

Das Besondere: Die App ist nicht abgeschlossen - sie lebt davon, dass sich Schüler:innen beteiligen. Die erste App-Version zum 65. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer schafft die Grundlage zum interaktiven Dialog zwischen Jung und Alt, zwischen Ost und West. In bewusst kurz gehaltenen Augmented Reality-Erlebnissen berichten die Zeitzeugen, wie die Trennung Berlins 1961 zum Wendepunkt in ihren Leben wurde. So erinnert sich Zeitzeugin Elke Rosin in der App: "Als die Grenze am 13. August geschlossen wurde, haben wir gemerkt, dass das jetzt für immer geschlossen bleiben würde. Nach dem Essen sagten meine Eltern: 'Sucht eure Sachen zusammen, die euch wichtig sind. Wir gehen jetzt in den Westen.'"
Ihre und weitere Erzählungen münden in einen Aufruf: Schick auch du deine Frage an Elke, Jörg und Uwe!

WDR-Intendantin Dr. Katrin Vernau: "Auch viele Jahre nach der Wiedervereinigung erleben wir noch immer, dass die deutsche Teilung nachwirkt. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus Ost und West haben wir ein Angebot entwickelt, das Geschichte verständlich und erlebbar macht. Dieses Mitmach-Projekt lädt junge Menschen ein, eigene Fragen zu stellen."

Von Beginn an waren Schüler:innen von Partnerschulen in Köln, Bergheim, Neuss, Halle und Leipzig an der Konzeption beteiligt, und Schülerinnen aus ganz Deutschland können von August bis Anfang Oktober 2026 eigene Fragen an die Zeitzeugen einreichen. Die Fragen werden mit Unterstützung der "Stiftung Berliner Mauer" und der "Landesschüler*innenvertretung NRW" gesammelt und in weiteren Interviews beantwortet. Ausgewählte Jugendliche aus Ost- und Westdeutschland erhalten die Möglichkeit, ihre Fragen den Zeitzeugen persönlich im Studio zu stellen.

Jugendliche können ihre Fragen ganz einfach über das Online-Formular einreichen

Für den Einsatz im Unterricht

Das Angebot richtet sich an Schüle:rinnen und Schüler ab der 9. Jahrgangsstufe aller weiterführenden Schulformen, dies kann aber je nach Lehrplan abweichen. Begleitend stehen kostenfreie Unterrichtsmaterialien zur Verfügung, die gemeinsam mit "planet schule" und Lehrkräften entwickelt wurden. Die App ist barrierefrei gestaltet und bietet unter anderem Untertitel, Screenreader-Kompatibilität, Tastaturbedienbarkeit und kontrastreiche Darstellungen. Sämtliche Inhalte sind außerdem auf einer begleitenden Website frei zugänglich. "OstWest Zeitzeugen - Mauerjahre in AR" ist ab dem 11. August 2026 kostenlos verfügbar.
Weitere Inhalte folgen regelmäßig bis 2029.

Alle Informationen sowie den Download der App gibts hier:

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Autorin / Autor: Pressemitteilung / Redaktion - Stand: 14. August 2026