I had the strangest dream
Beitrag zum Wettbewerb "Kunstwerk Chemie" von Monika, 25 Jahre
Erläuterung zum Bild
Mischtechnik auf Leinwand (Essigessenz, Backpulver, Ölfarbe)
Künstlerisches Konzept
In meiner Arbeit ist die Chemie kein Bildmotiv, sondern mein Werkzeug. Vor dem eigentlichen Farbauftrag habe ich die Grundierung mit hochkonzentrierter Essigessenz und Backpulver behandelt. Die dadurch ausgelöste Reaktion hat den Untergrund unregelmäßig aufgeschäumt und deformiert. Erst auf diese chemisch veränderte, unberechenbare Struktur habe ich das Porträt gemalt, wodurch die Farbe die Risse der Reaktion aufgreift.
Der Titel „I had the strangest dream“ verweist auf die verzerrte Welt des Unterbewusstseins. Das Werk thematisiert die menschliche Wahrnehmung, insbesondere den tiefen Spalt zwischen Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung. Das durch die chemische Reaktion deformierte Gesicht symbolisiert, wie instabil unser eigenes Selbstbild ist und wie komplett anders, oft fragmentiert oder verzerrt, uns andere Personen sehen. Die unkontrollierbare Chemie spiegelt dabei die unkontrollierbaren Filter wider, durch die wir uns selbst und andere betrachten.
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