Wer hat an der Uhr gedreht?

Von Samstag auf Sonntag ist wieder Zeitumstellung: Frauen leiden häufiger darunter als Männer

Von Samstag auf Sonntag werden die Uhren mal wieder auf "Sommerzeit" umgestellt. Die Zeiger werden also um eine Stunde nach vorne gedreht, sodass uns diese Nacht 60 Minuten schuldig bleibt. Viele freuen sich über längere helle Abende, aber viele sind auch genervt davon oder haben gar gesundheitliche Probleme damit. Frauen sind davon überigens deutlich häufiger betroffen und leiden eher unter Schlafstörungen oder Gereiztheit als Männer. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage* im Auftrag der DAK-Gesundheit. Demnach haben bereits fast 40 Prozent der Frauen Beschwerden nach der Zeitumstellung verspürt, während es bei den Männern nur 22 Prozent sind. Die häufigsten Symptome sind Müdigkeit, Schlaf- und Konzentrationsstörungen.

Wer ist betroffen, wer ist dagegen?

Insgesamt sind besonders die 30- bis 44-Jährigen von gesundheitlichen Problemen nach der Zeitumstellung betroffen (36 Prozent). Jüngeren (24- 29-Jährigen) scheint die verschobene Zeit weniger Probleme zu bereiten, denn von ihnen haben nur knapp ein Viertel über Unanehmlichkeiten geklagt.

Drei Viertel der Befragten sind dafür, die Zeitumstellung abzuschaffen. Damit bleibt die Anzahl der Ablehnungen ähnlich hoch wie im Jahr 2025. Obwohl die über 60-Jährigen mit am wenigsten nach der Zeitumstellung leiden, befürworten sie überwiegend deren Abschaffung (80 Prozent). Am höchsten ist die Zustimmung zur Zeitumstellung bei den 14- bis 29-Jährigen: 44 Prozent sprechen sich dafür aus, bei den Menschen ab 45 sind es nur 18 Prozent.

Wo kommt die Sommerzeit her?

In der Bundesrepublik Deutschland wurde die Sommerzeit im Jahr 1980 als Reaktion auf die Ölkrise zwei Jahre zuvor eingeführt, um Energie zu sparen. Seit 1996 gilt die Sommerzeit EU-weit und beginnt jeweils am letzten Sonntag im März. Am letzten Sonntag im Oktober werden die Uhren dann in allen Staaten der Europäischen Union wieder auf die Winterzeit zurückgedreht. Bereits im März 2019 stimmte das EU-Parlament einer Abschaffung der Zeitumstellung im Jahr 2021 zu. Die Umsetzung fand aufgrund der Uneinigkeit der einzelnen Mitgliedstaaten jedoch nicht statt. Ob Sommer- oder Winterzeit als Normalzeit gelten oder ob eine Abschaffung überhaupt stattfinden soll, ist bis heute noch nicht geklärt. Zuletzt hat in Europa 2016 die Türkei die Zeitumstellung abgeschafft.

*Für die repräsentative Forsa-Umfrage zum Thema Zeitumstellung wurden 1.005 Personen ab 14 Jahren vom 23. bis 25. Februar 2026 im Auftrag der DAK-Gesundheit befragt

Quelle

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Autorin / Autor: Redaktion  / Pressemitteilung - Stand: 27. März 2026