Prinsengracht 263

Autorin: Silvia Fauck

„Prinsengracht 263“ von Sharon Dogar handelt von dem jüdischen Jungen Peter van Pels, der sich mit seinen Eltern und Anne Franks Familie während des zweiten Weltkrieges im Hinterhaus eines Amsterdamer Bürogebäudes vor den Nazis versteckt hält. Aus Sicht von Peter wird erzählt, wie er die Zeit im Hinterhaus erlebt und wie die Romanze zwischen ihm und Anne Frank während der guten 2 Jahre (Juli 1942 bis August 1944) im Versteck zustande kam.
Nachdem die neun jüdischen Versteckten (Peter und seine Eltern, Edith und Otto Frank mit ihren Töchtern Anne und Margot und der Zahnarzt Fritz Pfeffer) an die Nazis verraten wurden, liefert man sie mit dem letzten Zug nach Auschwitz. Dort werden sie getrennt, Peter muss mit seinem Vater und Otto Frank in Auschwitz bleiben. Auch die unmenschlichen Bedingungen, zu denen Peter im Konzentrationslager gefangen gehalten wird, werden geschildert. Im Alter von 18 Jahren stirbt Peter - kurz vor der Befreiung des Lagers, vermutlich an Typhus. Von den neun Menschen, die sich im Hinterhaus versteckt hielten, überlebt nur Otto Frank.

Meine Meinung:
Die Bewertung des Buches hängt sehr davon ab, was man davon erwartet. Möchte man wirklich mehr über die Umstände des zweiten Weltkrieges und die Judenverfolgung lernen, muss man zu einem Sachbuch greifen. Wenn einen speziell das Versteck von Anne Frank interessiert, sollte man eher ihr Tagebuch oder ihre Biografie lesen. Allerdings werden in „Prinsengracht 263“ die unmenschlichen, menschenverachtenden Umstände in den Konzentrationslagern der Nazis realitätsnah dargestellt. Insgesamt dient das Buch aber eher der Unterhaltung als der Übermittlung von Fakten.
Das Buch hat ein sehr rasantes Tempo und geht dadurch kaum irgendwo in die Tiefe, was schade ist, denn so kann man sich nicht recht in die Charaktere hineinversetzen. 
Die Geschichte ist im Grunde nicht sehr anspruchsvoll geschrieben. Ich würde es für Leser im Alter von 13 – 15 Jahren empfehlen.
Wenn man sich im Klaren darüber ist, dass es sich bei „Prinsengracht 263“ um einen Roman und keine verlässliche historische Quelle handelt, ist es schon zu empfehlen, allein, um eine mögliche andere Perspektive zum Hinterhaus aufgezeigt zu bekommen.
Alles im Allen also empfehlenswert, allein schon gegen das Vergessen!


Erschienen im Thienemann Verlag

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Autorin / Autor: rabja - Stand: 15. September 2011
 
 

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