"Nur ein Kuss" - Das Strichmännchenvideo

Amelie hat 2010 mit ihrem Video zum Ärztesong "Nur einen Kuss" den MB21 Preis "Medienmacherin" 2010 erhalten

Amelie hat 2010 mit ihrem Video zum Ärztesong "Nur einen Kuss" den MB21 Preis "Medienmacherin" 2010 erhalten und erzählt LizzyNet, wie sie das gemacht hat...

Zu meiner Person
Ich besuche die 12. Klasse des Lise-Meitner-Gymnasiums in Falkensee. Wie es oft so schön heißt, ist das also die Zeit des "Abi-Stresses", jedoch bin ich davon nur bedingt betroffen. Trotzdem leide ich mehr oder weniger unter einem gewissen Zeitmangel. Der Tag ist einfach zu kurz, um alles zu bewältigen, was man sich vorgenommen hat. In meiner richtigen Freizeit (denn nach der Schule muss ich mich noch um Haushalt & -hund kümmern) lese ich, so viel ich kann, vor allem philosophische und naturwissenschaftliche Bücher. Ich möchte sehr viel dazulernen über die Geschichte Europas zum Beispiel, was alles passieren musste, um die heutige Gesellschaft zu ermöglichen. Das ist sehr interessant. Nicht jeder Mensch hat Zugang zur Bildung, darum sollte man dieses gewaltige Geschenk meiner Meinung nach nutzen und auch privat zum Buch greifen.

Eine weitere große Leidenschaft meinerseits ist das Klettern und der damit verbundene Kraftsport, auch um mich symbolisch für das Leben zu stärken. Weiterhin mache ich im Sommer gerne freiwillige Projekte, genannt "Workcamps", um dabei interkulturellen Austausch zu erleben.

Wie ich vom Wettbewerb gehört habe…

Im Sommer 2010 gab es in der Zeitung einen Artikel über einen Machinima-Workshop, wo ich nach einigem hin und her auch teilnehmen durfte. Dessen Leiter erzählte mir sodann von dem Wettbewerb und meinte, ich solle unbedingt mein Projekt dort einschicken, was ich dann kurzerhand auch tat. Allerdings hat es mich extrem überrascht, einen Preis gewonnen zu haben, obwohl mich das natürlich sehr, sehr, sehr gefreut hat :-). Die Herstellung des Animationsfilms war eher als Freizeitbeschäftigung gedacht denn als geplantes Projekt.

Wie ich auf die Idee zum Film gekommen bin…

Einige Monate, bevor ich damit begann, sollten wir als Gruppe anlässlich eines Schulprojektes ein Fernsehprogramm entwickeln, darunter kam uns die Idee, zu einem bestimmten Song ein kleines Strichmännchenvideo zu malen. Nunja, und dieses gefiel mir so gut, dass ich die Idee des Strichmännchenvideos auf mein damaliges Lieblingslied übertrug, dass sich wunderbar dazu eignete, da es eine schöne, traurige Geschichte erzählt... Und weil ich dabei keinerlei Hintergrundgedanken hatte, begann ich einfach so, ohne Plan, drauflos zu malen. Ein Strichmännchen wird gemalt, das Bild anschließend gespeichert, daraufhin verändert man die Haltung des Männchens, speichert es wieder, usw. Das heißt, ich machte mir auch nicht die Mühe, ein Storyboard zu entwickeln. Zu den entsprechenden Textstellen fielen mir meist spontan passende Bilder ein, die ich dann umzusetzen versuchte, obwohl natürlich nicht alles reibungslos geklappt hat. Besonders gut kenne ich mich nicht mit Technikkram aus, außerdem wollte ich kein Geld für ein professionelles Zeichen- und Schnittprogramm ausgeben, also bediente ich mich einfach der Standardprogramme Paint und Windows Movie Maker. Ein „elefantöses“ Problem, das mich von Anfang bis Ende verfolgt hat, war, dass mein Paint nicht richtig funktionierte. In jedem einzelnen Bild (es sind übrigens genau 606 ;-) gab es Grafikfehler, weshalb ich alles von Hand ausmalen musste, und da das Handling der Maus nicht sehr genau ist, gab mir das einen riesengroßen Brocken an unnötiger Arbeit, womit sich auch die etwa 4 Monate Arbeitszeit erklären lassen.
Übrigens finde ich, dass man anhand des Filmchens sehr gut meinen Sinneswandel erkennen kann. Am Anfang sind die Zeichnungen noch sehr einfach und unkompliziert gehalten, nach und nach wird das Bild voller und mit komplexeren Strukturen gefüllt. Ich glaube, der Grundgedanke war in etwa so: "Lalala, ich zeichne mal eben ein kleines, lustiges, Gitarre spielendes Strichmännchen und mehr nicht". Später wurde ich zunehmend kreativer und verwandte mehr und mehr Zeit auf das Video. Schließlich war es dann schon sehr gut, wenn ich 10 Sekunden des Lieds an einem Abend mit Bildern untermalt hatte. Wenn ich mich recht erinnere, hab ich sogar einen ganzen Abend (entspricht also ca. 3-4 Stunden) am Malen des Schlagzeugs gesessen, das kommt ja erst später mit dazu. So entwickelte ich also einen schon fast krankhaften Perfektionismus. Mir war es wichtig, dass die Bilder sich oft abwechseln (am liebsten hätte ich einen echten Zeichentrickfilm produziert, aber 24 Bilder pro Sekunde sind nun doch etwas zu viel^^). Die Funktionen Kopieren, Ausschneiden und Einfügen waren quasi meine besten Freunde.

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