Wie man mit Asthma leben kann

Mondsterns Tipp: Tief durchatmen und rund um die Uhr glücklich sein! Mondstern über das Leben mit einer chronischen Erkrankung.

Als ich fünf Jahre alt war, wurde mir die wahrscheinlich lebenslänglich gefährliche Diagnose erteilt: Asthma. In diesem Alter war ich noch nicht reif genug, um zu wissen, was in mir vorgeht, wieso es passiert ist und ob es wirklich so schlimm ist. In diesem Alter war es noch egal, ob man neben dem Asthma auch noch ständig Taschentücher braucht, weil die Nase rinnt oder weil man spucken muss. Wenn ich heute noch daran denke, wie mich alle so akzeptiert haben, wie ich bin, möchte ich die Zeit am liebsten zurückdrehen. Doch dann entschloss ich mich: Ich renne nicht vor der Gegenwart weg. Ich muss es selbst in die Hand nehmen! Und so begann ich, mich vorerst einmal nur mit meinem Asthma zu beschäftigen. Diese Tipps wurden mir aus dem Internet, aus der Bekanntschaft und von meinem ehemaligen Professor wärmstens empfohlen:

Höhenluft, Meerluft, Glücklichsein
Auf den Berg rauffahren, tief einatmen und auf Ebenen wandern gehen. Ab 1000 Meter soll es perfekt für mich sein. Die Luft am Meer ist auch sehr gut für mich. Je öfter und je länger ich draußen bin, desto besser. Bäume, Wald und Wiese. Am besten einen Baum ganz fest drücken, tief ein- und ausatmen und die Landschaft genießen. Mit meinen Extraproblemen muss ich mich auch an eine bestimmte Ernährung halten. Auch für Asthmatiker ist solch eine Umstellung sicher sinnvoll: statt Weizenmehl einfach Dinkelmehl nehmen, statt Kuhmilch Reismilch. Es schmeckt hervorragend! Und ganz wichtig: Zucker, so gut es geht, vermeiden. Außerdem sollte ich zur Beruhigung Yoga als DIE Kraft ansehen und regelmäßig walken gehen. Und als letztes Rezept wurde mir „Glücklichsein rund um die Uhr“ empfohlen.

Ein Restrisiko bleibt
Natürlich habe ich alles sofort in die Tat umgesetzt, zumindest habe ich es versucht. Mit der Ernährung war es ein wenig schwierig, doch nun merke ich, dass ich Weizenmehl einfach nicht mehr mag ;) Ich habe viele Ursprungsquellen meines Asthmas gefunden, wie Stress, Druck, Luftmangel, Wassermangel und zu viel Zucker. Heute hat es sich ein wenig verbessert, jedoch besteht mein Asthmarisiko immer noch und daher auch ein gewisser Anteil an Lebensgefahr. Denn immer, wenn ich einen Asthmaanfall erleide, ersticke ich fast. Daher habe ich es mir angewöhnt, mein Asthma - Inhaliergerät immer dabei zu haben.

Uncool?
Jedoch war das nicht mein einziges Problem. Ich kam in ein Alter, wo man gerne schikaniert (wird). Ich war drei Jahre lang Opfer dieser Mobbinggruppe, wegen meines Asthmas, meiner zahlreichen OP's und meiner Hörgeräte. Doch nach der vierten Klasse hat es sich geändert. Ich ging aufs Gymnasium, die Lage hat sich sichtlich verbessert. Aber ich war die Unbeliebteste in der Klasse, wahrscheinlich, weil sie es „uncool“ fanden und immer noch finden, dass sich da plötzlich eine die Nase schneuzen muss, oder geräuschvoll hustet. „Du bist out“, wird einem da an den Kopf geworfen. Doch es ist mir egal. Ich werde kämpfen, dass ich es irgendwie schaffe, wieder gesund zu werden. Und eines Tages werden sie erkennen, was ich schon alles in dreizehn Jahren durchgemacht habe.

An alle AsthmatikerInnen: Vergesst, was die anderen euch zu sagen haben, was ihr überhaupt nicht hören wollt. Seid glücklich mit dem, was ihr habt. Und vielleicht habe ich euch mit diesen Tipps geholfen, denn einige Sachen muss man im Leben einfach ändern...

Autorin / Autor: mondstern, - Stand: 20. Juli 2010
 
 

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