Dinosaurierkiller kam aus dem All!

Studie: Meteoriteneinschlag verursachte Dino-Sterben

Ihr kennt das bestimmt noch aus den Büchern eurer Kindheit: Warum die Dinos ausgestorben sind, war nie so ganz klar. War es ein Meteoriteneinschlag? Waren Vulkanausbrüche dafür verantwortlich? Oder beides? Ein Absinken des Meeresspiegels? Viele Jahrzehnte haben sich ForscherInnen die Köpfe darüber zerbrochen, nun scheint das Rätsel gelöst. Eine internationale Studie, an der sich mehr als 40 Wissenschaftler aus Europa, Nordamerika, und Japan beteiligten haben die neuesten Daten analysiert und bereits vorhandene Studien ausgewertet. Dabei kamen sie zu dem Schluss, dass die Folgen eines Meteoriteneinschlags in Mexiko, des sogenannten "Chicxulub-Impakts", den Dinos den Garaus gemacht hat.

Dinos hatten nichts mehr zu fressen

Gegner der Meteoriteneinschlagstheorie hatten noch kürzlich moniert, der Einschlag und das Aussterben der Dinos passe zeitlich nicht zusammen. Der Einschlag habe rund 300 000 Jahre zu früh statt gefunden. Dies konnten die Wissenschaftler in der aktuellen Studie nun aber widerlegen. Sie argumentierten, dass Modellierungen des Chicxulub-Impakts zeigten, dass die bei diesem Ereignis freigesetzte Energie jene der größten jemals getesteten Atombombe millionenfach übertrifft. Bei einem Impakt dieser Größe rechnet man deshalb mit gewaltigen Erdbeben, die riesige Rutschungen und Tsunamis im heutigen Golf von Mexiko auslösten und dort zu chaotischen Gesteinsabfolgen führten. "Somit sind die Gesteinsschichten direkt im Bereich von Chicxulub sicherlich am wenigsten geeignet um die genaue Reihenfolge der Ereignisse vor 65 Millionen Jahren aufzuklären", schreiben die Autoren. Sie meinen, dass die Selektivität des Artensterbens hervorragend zu den globalen ökologischen Konsequenzen (z.B. mehrjährige Abkühlung, Dunkelheit) passen, die für den Chicxculub-Impakt angenommen werden. Das Massenaussterben am Ende der Kreidezeit beinträchtigte Land und Meer gleichermaßen, war aber besonders für Organismen mit einem hohem Nahrungsbedarf katastrophal- und zu denen haben die verfressenen Dinos defintiv gehört.

Die Ergebnisse der Studie wurden im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlicht. Beteiligt waren auch Wissenschaftler des Museums für Naturkunde in Berlin sowie Forscher der Universität Erlangen.

Autorin / Autor: Redaktion / Pressemitteilung - Stand: 5. März 2010