10 Jahre Tierschutz!

Am 26. Juli 2012 steht der Tierschutz nun schon 10 Jahre im Grundgesetz und gilt offiziell als „Staatsziel“. Aber was hat sich, laut aktiver Verbände, seither getan? Was sind die aktuellen Ziele und wie soll es weiter gehen?

Zum Staatsziel im Schneckentempo

Das Jubiläum ist für viele Tierschutzvereine nun Anlass, auf die letzten Jahre zurückzublicken und zu resümieren, inwiefern sich zum Thema Tierschutz etwas verändert hat. Der deutsche Tierschutzbund und der Umwelt- und Naturschutzbund (BUND) sind sich einig: Es hat sich viel zu wenig getan.

Jahrelang haben sich Tier-und Umwelt Organisationen gegen die qualvolle Kastration von Ferkeln, Massentierhaltung, Pelztierfarmen, Brandmarkung und Tierversuche und für allgemeine Rechte der Tiere ausgesprochen. Ihr Ziel, ein grundsätzliches Verbot einzuführen, scheiterte meistens. Aber wenigstens teilweise konnten ihre Ziele durchgesetzt werden; so soll beispielsweise die Kastration von Ferkeln ab 2017 nur noch mit Betäubung stattfinden. Für die Tierverbände ist es selbstverständlich nicht nachvollziehbar, dass weitere 5 Jahre bis zur Durchsetzung gewartet werden muss und das „langsame Vorrankommen“ sorgt stetig für Enttäuschung. „Noch immer stehen die Interessen der Wirtschaft, besonders der Landwirtschaft vor dem Schutz der Tiere“, kritisiert Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN, der Stiftung für Tierschutz.

Ein Hauptproblem: Antibiotika im Fleisch

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kämpft jetzt aktuell, anlässlich des Jubiläums, speziell für eine Verminderung des Einsatzes von Antibiotika in der Tierzucht. Der BUND fordert weniger Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung, denn derzeit erhalten, laut  BUND-Vorsitzendem Hubert Weiger, Tiere dreimal so viel Antibiotika wie die gesamte Bevölkerung. In Zahlen sind das 1000 Tonnen Antibiotika, die den Tieren verabreicht werden und in dem Fleisch vorhanden sind, das wir essen.

Nicht nur, entwickeln wir Menschen dadurch eine Resistenz, die Antibiotika im ernsthaften Krankheitsfall unwirksam macht. Die Folgen sind ebenso schlimm wie der Grund des Einsatzes: Die infektionshemmende Wirkung von Antibiotika kommt den miserablen und unwürdigen Haltungsbedingungen der Massentierhaltung zugute. Wenn es eng und dreckig wird, setzen die Landwirte Antibiotika ein um die Bakterien zu bekämpfen, die sich unter diesen Bedingungen dort ausbreiten und die Tiere krank machen. Antibiotika ermöglichen der Landwirtschaft also, die Tiere derart einzupferchen. Gäbe es eine Verminderung oder gar ein Verbot, wären die Landwirte gezwungen die Haltungsbedingungen zu verbessern.

Es soll in ferner Zukunft zwar eine regelmäßige Kontrolle der Menge an Antibiotika, die den Tieren verabreicht wird, festgestellt werden – eine Verminderung steht für Agrarministerin Aigner leider erst mal nicht zur Frage, was zahlreiche Tier- und Umweltverbände harsch kritisieren.

Autorin / Autor: Alina - Stand: 26. Juli 2012
 
 
 

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