Weißt du, wieviel Wölklein ziehen...

Studie: Schätzen macht fit für Mathe

Mathematisches Denken kann sehr unterschieldlich ausgeprägt sein und vom simplen Zusammenzählen bis hin zu komplexen mathematischen Konstrukten reichen. Eine Fähigkeit ist aber allen Menschen gemein: die Fähigkeit die Anzahl von etwas grob einzuschätzen und auch mit anderen Mengen vergleichen zu können - ohne zählen zu müssen. Schon länger vermuten WissenschaftlerInnen einen Zusammenhag zwischen der Schätz-Fähigkeit und der allgemeinen Leistung im mathematischen Denken. Diesen Zusammenhang wollten die ForscherInnen Elizabeth Brannon und Joonkoo Park von der Duke University nun näher beleuchten.

Sie führten verschiedene Experimente mit 26 erwachsenen Testpersonen durch, die zunächst zehn Einheiten eines speziell entwickelten Schätztrainings erhielten. Dabei mussten sie am Computer verschiedene Mengen und Reihen von Punkten addieren oder substrahieren und anschließend miteinander vergleichen, ohne zu zählen. Je fitter die Testpersonen in diesem Spiel wurden, desto schwieriger wurden die Schätzaufgaben.

Vor und nach diesem Trainig wurden die Mathefähigkeiten durch 10-Minuten-Tests ermittelt, in deren Rahmen die Testpersonen möglichst viele Additions- und Subtraktionsaufgaben lösen sollten. Heraus kam, dass die ProbandInnen, die ein Schätztrainig erhalten hatten, ihre Matheleistungen von dem ersten Test zum zweiten deutlicher verbessern konnten als Vergleichsgruppen, die kein Training erhalten hatten oder stattdessen andere Aufgaben (Ordnen von Zahlen oder Multiple Choice-Tests) erfüllen mussten. Offensichtlich hilft die Schätzfähigkeit auch bei komplexeren mathematischen Problemen.

Wie genau und warum dieses Training hilft, ist noch nicht klar. Die ForscherInnen sind allerdings überzeugt davon, dass das Schätzen sozusagen der Grundstein mathematischen Denkens ist. Und wenn der durch ein spezielles Training - etwa in Form eines Computerspiels - gestärkt werden kann, könnten GrundschülerInnen künftig möglicherweise viel leichter Mathe lernen.

Bis es solche Mathe-Pimp-Spiele gibt, könnt ihr es ja mit Do-it-yourself-Schätzungen versuchen.
Wenn ihr also wegen mittelprächtiger Matheleistungen meint, ihr müsstet auch in den Ferien mal ein bisschen daran arbeiten, dann stellt Vermutungen an, wieviele Sandkörner in eine Hand passen, schätzt, aus wievielen Fischlein der kleine Schwarm besteht, der zwischen euren Füßen umherschnellt oder wägt ab, ob die Schäfchenwolken auf der rechten Seite eures Blickfeldes wohl zahlreicher sind als die in eurem linken Gesichtsfeld.

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Autorin / Autor: Redaktion / Pressemitteilung - Stand: 9. August 2013
 
 
 

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