Weich und androgyn

Die beliebtesten Vornamem in 2017 waren Marie und Maximilian

Auch in diesem Jahr hat die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) die in Deutschland am häufigsten vergebenen Vornamen ermittelt. Wie schon 2016 ist Marie Erstplatzierte bei den Mädchen und hat ihren bislang knappen Vorsprung vor Sophie weiter ausgebaut. Bei den Jungen hat Maximilian Elias von der Spitzenposition verdrängt und steht damit zum wiederholten Mal auf dieser Position. Neu in den Top 10 sind Luisa und Felix, die Johanna und Luca verdrängt haben. Unter den türkisch-arabischen Vornamen hat die Gesellschaft für deutsche Sprache bei Mädchen den Namen Layla/Leyla und bei Jungen Mohammed ermittelt.

Interessant wird es bei einem Vergleich der einzelnen Regionen: Demnach haben Nord- und Süddeutsche ebenso unterschiedliche Vorlieben in der Vornamenvergabe wie Ost- und Westdeutsche. Besonders im Vergleich Nord/Süd ist die traditionelle Namensgebung im Süden mit Maria, Anna, Lea, Maximilian, Lukas, Jakob erkennbar, im Norden ist sie nordisch-nüchterner geprägt mit Finn, Emil, Ida, Lina, Frieda. Im Osten wendet man sich wieder Großmutters und Großvaters Zeiten zu und vergibt vermehrt alte Namen, etwa Oskar, Karl, Emil, Friedrich sowie Charlotte, Klara, Mathilda, Helene, Ella. Die Westliste weist dagegen starke Gemeinsamkeiten mit der Gesamtliste auf und nur wenige Namen stechen hervor, darunter Joseph, Johannes, Mila, Katharina und Lina.

Die Auswertung zeigt, dass kurze, androgyne Namen immer beliebetr werden. Mit Ausnahme von Maximilian und Alexander, die im Alltag allerdings oft auf Max(i) und Alex abgekürzt werden, sind die Namen der Top 10 vergleichsweise kurz. Sowohl bei Mädchen- als auch bei Jungennamen sind Konsonantenhäufungen wie in Brigitte oder Gerhard eher selten, wobei das Zusammentreffen mehrerer Vokale in verschiedenen Sprechsilben häufiger auftritt, z. B. bei Luis und Elias oder Mia und Noah. Durch diese hohe Klangfülle wirken die Jungen- und Mädchennamen weicher und androgyner – die Geschlechter nähern sich einander in der Namengebung immer weiter an.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache veröffentlicht schon seit 1977 diese Übersicht, die sich auf die Daten der deutschen Standesämter stützt. Teilgenommen haben dieses Mal ca. 700 Standesämter bundesweit, die über 65.000 verschiedene Namen meldeten.

Die ausführliche Namensliste findet ihr hier:

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Autorin / Autor: Pressemitteilung/ Redaktion - Stand: 4. Mai 2018
 
 
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