Voll der Käse!

Skurriles Experiment: Hochschule der Künste Bern beschallt Käse und siehe da: HipHop macht ihn fruchtig.

Das schreit nach dem Ig-Nobelpreis für skurrile Forschung. Studierende der Hochschule der Künste Bern (HKB) und das Käsehaus K3 in Burgdorf gingen der Frage nach, ob Käse, der während des Reifungsprozesses mit klassischer Musik beschallt wird, anders schmeckt als Käse, der Hardrock oder HipHop hört. Acht Käselaibe wurden während der Reifung in speziellen Boxen jeweils mit unterschied­lichen Musikrichtungen oder den für diese Musik spezifischen Schallwellen (Sinuskurven) in niedriger, mittlerer und hoher Frequenz beschallt. Ein Referenz-Käse wurde nicht beschallt, aber ebenso in einer speziellen Box gereift. Dabei wurde darauf geachtet, dass die für den Käse verarbeitete Milch von demselben Bauern stammte und am gleichen Produktionstag im gleichen Kessel verarbeitet wurde. Nach dem Reifungsprozess wurden Käsebohrlinge (natürlich in exakt gleicher Größe) von den Laiben genommen und Käseprüfern ("hochkarätige Jury mit Vertreter_innen aus der Kunst- und Gastroszene und Politik") auf geruchs- und geschmacksneutralen Kartontellern nach einem Zufallsprinzip serviert.

Wie schmeckt HipHop-Käse?
Zugegeben, die Unterschiede zwischen den Proben waren gering, aber dennoch sensorisch wahrnehmbar, wie es auf der Projektseite heißt. Vor allem beim Attribut "würzig" - sowohl was den Geruch als auch den Geschmack angeht - habe es ein auffälliges Ergebnis gegeben: Der Referenzkäse - also der nicht beschallte Käse - und der Käse mit Beschallung durch mittlere Frequenzen erschien den Tester_innen am intensivsten. Beim Attribut "fruchtig" gewann der HipHop-Käse. Er wurde, ebenso wie der mit einem entsprechenden Tiefton beschallten Käse als leicht süßlich beschrieben.

Beispiel für eine glungene Kommunikationskampagne
Für die Studierenden steht damit fest: Der Stoffwechselprozess während der Käsereifung wird von Musik beeinflusst. Ob dieses Ergebnis nun wissenschaftlich belastbar ist und Käsereien sich bald in rundumbeschallte Soundräume verwandeln, ist fraglich. Die angehenden Künstler_innen und Wissenschaftler_innen haben aber mit ihrer lustigen Studie auf beeindruckende Weise gezeigt, wie man mit kreativen Ideen Aufmerksamkeit erregen kann. Über das Experiment berichten nun zahlreiche Medien und sowohl die Hochschule für Künste Bern als auch die beteiligte Käserei Käsehaus K3 dürfen sich nun über ganz besondere Aufmerksamkeit freuen.

Quelle:

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Autorin / Autor: Redaktion / Pressemitteilung - Stand: 18. März 2019
 
 

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