Der Menschheit droht unsägliches Leid

11.000 Wissenschaftler*innen aus der ganzen Welt warnen vor den katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels

Ein bisschen ist es wie in einem dieser Weltuntergangsfilme: Die Wissenschaftler_innen warnen vor einer bevorstehenden Katastrophe, die Politiker_innen schlagen die Warnungen in den Wind und bleiben auf ihrem Kurs Richtung Untergang. Im Film kann man diese Ignoranz kaum ertragen. Auch wenn Jugendliche sich weltweit bei Fridays for Future engagieren und ihren Lebensstil auf den Prüfstand stellen, die meisten Menschen gucken dem Schauspiel ratlos zu, zucken hilflos oder genervt mit den Achseln und machen weiter wie gehabt. Nur leider ist es dieses Mal kein Film, und auf uns wartet auch nicht eine wunderbare last-minute-Rettung.

Das Schicksal der Menschheit steht auf dem Spiel
Darum haben sich nun erneut Forscher_innen aus aller Welt zusammengetan, um auf den Ersnt der Lage aufmerksam zu machen. 11.000 Wissenschaftler_innen warnen im Fachmagazin BioScience vor einem weltweiten Klima-Notfall. Die Forscher_innen berufen sich auf ihre moralische Verantwortung, den Menschen sagen zu müssen, wie es wirklich ist. Vor 40 Jahren hätten Forschende aus 50 Nationen auf der ersten Klimakonferenz gemeinsam beschlossen, dass aufgrund der bestehenden alarmierenden Entwicklung dringend gehandelt werden müsse. Ähnliche Warnungen habe es bei jeder Klimakonferenz erneut gegeben. Und dennoch steigen die Emissionen weiter und weiter. Die USA haben sich unter Trump nun sogar offiziell und formal komplett vom Pariser Klimaabkommen verabschiedet. Dabei sei die Klimakrise ernster und entwickele sich schneller als bisher angenommen und bedrohe natürliche Ökosysteme ebenso wie das Schicksal der Menschheit.

Bisherige Maßnahmen reichen nicht
Auch wenn nun Kritik von allen Seiten für die Ignoranz des amerikanischen Präsidenten kommt, auch die Nationen, die den Ernst der Lage erkannt haben, halten derzeit nicht ein, was nötig wäre, um die globale Erwärmung nicht über 2°C steigen zu lassen. Es reicht einfach nicht!

Die Autor_innen des Fachartikels fordern vor allem den Lebensstil der Wohlstandsgesellschaften ins Visier zu nehmen. Der Fleischkonsum müsse ebenso eingedämmt werden wie der Verlust von Waldflächen, das Bevölkerungswachstum und der Verbrauch von fossilen Brennstoffen. Dafür müsse der Anteil an erneuerbaren Energien steigen. Ökosysteme wie Wälder, Moore und Korallen müssten besser geschützt werden und ein nachhaltiges Wirtschaftssystem werde notwendig.

Unsägliches Leid oder eine gerechtere Welt?
Die Wissenschaftler*innen warnen eindringlich vor „unsäglichem Leid“, dass den Daten zufolge auf die Menschheit zukomme, wenn nicht schnell grundlegende Maßnahmen ergriffen würden. Die Forscher_innen zeigen sich aber auch optimistisch: Eine grundlegende Veränderung, basierend auf einer sozialen und ökonomischen Gerechtigkeit, könne das Wohlbefinden der ganzen Menschheit verbessern. Sie glauben, dass die Aussichten am größten sein werden, wenn Entscheidungsträger_innen und die ganze Menschheit unmittelbar reagieren und handeln, um unseren Planeten, unser einziges Zuhause, zu erhalten.

Quelle:

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Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 7. November 2019
 
 
 

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