To-Do-Listen gegen Schlafstörungen

Aufschreiben gegen das nächtliche Gedankenkarussel

Könnt ihr auch manchmal nicht einschlafen, weil das Gedankenkarussel aus bevorstehenden Aufgaben euren Geist auf Trab hält? Forscher_innen der Baylor University empfehlen in solchen Fällen, sich hinzusetzen und die Gedanken in einer To-Do-Liste aufzuschreiben. Das könne beim Einschlafen helfen. Die Wissenschaftler_innen verglichen in ihrer Studie die Schlafmuster von Teilnehmer_innen, die sich fünf Minuten Zeit nahmen, um die anstehenden Aufgaben aufzuschreiben, mit denen der Teilnehmer_innen, die nur aufschrieben, welche Aufgaben sie schon erledigt hatten.

"Wir leben in einer 24/7-Kultur, in der unsere To-Do-Listen ständig zu wachsen scheinen und uns dazu bringen, vor dem Schlafengehen an die unerledigten Aufgaben zu denken", sagte der Hauptautor Michael K. Scullin. "Die meisten Leute machen ihre To-Do-Listen aber nur in ihren Köpfen, deshalb wollten wir herausfinden, ob das Aufschreiben der Aufgaben dabei helfen kann, Einschlafproblemen entgegenzuwirken."

Laut Scullin gibt es zwei Denkschulen: Die eine besagt, dass Aufschreiben von zukünftigen Aufgaben sorgenvolle Gedanken auslöse und damit das Einschlafen verzögere, während das Aufzeichnen abgeschlossener Aktivitäten eher beruhige. Die andere Richtung besagt, dass das Erstellen einer To-Do-Liste Gedanken und Sorgen reduziere.

In der Studie verbrachten die Teilnehmer_innen eine Nacht unter der Woche im Labor. Sie wählten dafür einen Arbeitstag, um Wochenendeffekte auf die Schlafenszeit zu vermeiden und weil sie an einem Wochentag vermutlich mehr unerledigte Aufgaben am nächsten Tag hatten, erklärt Scullin. Die Proband_innen wurden in zwei zufällig ausgewählte Gruppen aufgeteilt und erhielten fünfminütige Schreibaufgaben, bevor sie sich hinlegten. Eine Gruppe wurde gebeten, alles aufzuschreiben, was sie in den kommenden Tagen abarbeiten müssen. Die andere Gruppe sollte dagegen die Punkte aufschreiben, die sie in den letzten Tagen schon erledigt hatten. Um 22:30 Uhr mussten dann beide Gruppen zu Bett gehen, ohne dass sie noch irgendetwas machen durften. "Es war einfach das Licht aus, nachdem sie ins Bett gegangen waren." so Scullin. Mithilfe der Polysomnographie, einem diagnostischen Verfahren, dass physiologische Funktionen eines Menschen während des Schlafes misst, wurden die Gruppen verglichen.

Für die Studie wurden gesunde 57 Universitätsstudenten rekrutiert, daher ist es nicht sicher, ob die Ergebnisse im Hinblick auf Patienten mit Schlafproblemen verallgemeinert werden können. Dazu müsste eine umfangreichere Untersuchung gestartet werden, so Scullin.

Dennoch ist es ja einen Versuch wert, sich mal Block und Stift neben das Bett zu legen und die lästigen Aufgaben aufzuschreiben, anstatt sie als Schlafkiller im Kopf herumzuwäzen ;-)

Die Studie, die im Baylor's Sleep Neuroscience and Cognition Laboratory durchgeführt wurde, wurde im Journal of Experimental Psychology der American Psychological Association veröffentlicht.

Quelle:

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Autorin / Autor: Redaktion/ Pressemitteilung - Stand: 15. Januar 2018
 
 
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