Schwach anfangen, stark nachlassen

Die Motivation, gute schulische Leistung zu erzielen, sinkt in der Mittelstufe - vor allem bei Jungs

Das Bedürfnis, gute Leistungen zu erzielen und schlechte Leistungen zu verbergen, nimmt in der Mittelstufe bei vielen Schüler_innen stetig ab. Besonders Jungs sind von abfallender Leistungsbegeisterung betroffen. Sie fangen in der Klasse 5 ohnehin schon etwas unmotivierter an als Mädchen und bauen dann im Verlauf der darauffolgenden Klassen immer weiter ab.

Das haben Désirée Theis vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) und die Professorin Dr. Natalie Fischer von der Universität Kassel herausgefunden.
Die Wissenschaftlerinnen gingen in ihrer Studie der Frage nach, wie stark Schüler_innen von der 5. bis zur 9. Klasse beim Lernen bestimmte Ziele verfolgen - etwa das Ziel, das eigene Wissen auszuweiten (auch  Lernzielorientierung genannt) oder das Bedürfnis, gute Leistungen zu zeigen (Leistungszielorientierung).

Die Forschenden befragten im Zeitraum von 2005-2009 6.853 Schülerinnen und Schüler zunächst in der 5., dann in der 7. und schließlich in der 9. Klasse.

Die Ergebnisse zeigen zum einen, dass die Zielorientierungen in dieser Phase bei allen Schüler_innen signifikant an Bedeutung verlieren. Zum anderen gibt es deutliche Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen. So weisen Mädchen bereits in der 5. Klasse eine höhere Lernzielorientierung auf, die bei den Jungen in den folgenden Jahren zudem deutlich stärker abnimmt. Die Leistungszielorientierung bewegt sich bei beiden zunächst auf einem ähnlichen Niveau und nimmt bis zur 7. Klasse auch vergleichbar ab. Dann stabilisieren sich die Werte aber bei den Mädchen, während die Neigung der Jungen, gute Leistungen zu zeigen und schlechte zu verbergen, bis zur 9. Klasse weiter zurückgeht. Désirée Theis fasst zusammen: „Nach unseren Befunden verlieren Lernen und Leistungen im Verlauf der mittleren Schulphase für Jungen stärker an Bedeutung.“

Die Forscherinnen glauben, dass in Lernumgebungen möglicherweise nicht genug auf die Bedürfnisse von Jungen eingegangen werde, für die "Partizipation und Autonomieerleben in der Schule wichtiger zu sein scheinen als für Mädchen". Sie wollen darum den Zusammenhang mit Merkmalen der Unterrichtsgestaltung stärker in den Blick nehmen, um herauszufinden, wie Jungen und Mädchen langfristig motiviert werden können.

Quelle:

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Autorin / Autor: Redaktion / Pressemitteilung - Stand: 6. Oktober 2017
 
 
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