Schüler wollen nicht rotsehen

Studie: Sorgt der Rotstift des Lehrers für Spannungen?

Es kann ganz schön deprimierend sein, wenn man eine Klausur zurückbekommt und vor lauter roter Tinte das eigene Geschriebene nicht mehr erkennen kann. Nur selten steht dann noch unter der Klausur so etwas wie „gut“. Und, kannst du deinen Lehrer dann noch leiden? Wenn es nach einer aktuellen Studie geht, sollten LehrerInnen den Rotstift beiseitelegen und lieber zu neutraleren Korrekturfarben greifen wie blau oder grün. Denn wer mit Rot korrigiert senke womöglich seine Sympathie.

Dies haben Richard Dukes und Heather Albanesi von der University of Colorado in einer Studie mit 199 Studenten herausgefunden. Die Teilnehmenden teilten die ForscherInnen in zwei Gruppen ein: Die erste las Aufsätze zu einem politischen Thema, die mit Rotstift korrigiert wurden, die zweite sah die Texte mit Korrekturen in blauer Farbe. Einige der Aufsätze waren sehr gut und wurden damit auch gut bewertet, an anderen, schlechteren übte der fiktive Lehrer starke Kritik.

Im zweiten Teil des Tests sollten die Teilnehmenden nun den Lehrer, der die Texte korrigiert hatte, einschätzen hinsichtlich unterschiedlicher Merkmale wie Organisationstalent, Sympathie, Einsatzbereitschaft und dem Verhältnis zu seinen Studenten.

„Schrei mich nicht so an!“
Das Ergebnis: Diejenigen, die die roten Korrekturen lasen, sahen auch rot in der Beziehung zwischen Lehrer und Student und schätzten dieses als angespannter ein als die Leser der blauen Bemerkungen. Das Interessante: Diese Einschätzung war unabhängig von der gegebenen Note. Bei den anderen Merkmalen zeigten sich kaum Unterschiede.

Mit Rot assoziieren wir nicht nur Liebe, sondern auch Gefahr und Angst, denn Rot ist auch ein Warnsignal, erklären die ForscherInnen die Ergebnisse. Kaum eine andere Farbe ist derart emotional aufgeladen. Der rote Korrekturstift habe eine Signalwirkung, als würde der Lehrer in Großbuchstaben schreiben und seine Schüler förmlich anschreien. Klar, dass dann an ein entspanntes Verhältnis zwischen beiden Seiten nicht zu denken ist.

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Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 24. Januar 2013
 
 
 

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