Schön, wenn Bilder entstehen

Studie der New York University und des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik: Was Gedichte besonders anziehend macht

Was sorgt dafür, dass uns ein Gedicht verzaubert? Sind es objektive Kriterien wie Versmaß und Rhythmus? Oder spielen bei unserem ästhetischen Empfinden subjektive Kriterien eine Rolle und wenn ja, welche sind das und lassen sie sich ermitteln und messen? Diesen Fragen sind Wissenschaftler_innen der New York University und des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik in einer Studie nachgegangen.

Was macht ein Gedicht mit unseren Gefühlen?
Sie ließen im Rahmen ihrer Studie mehr als 400 Teilnehmer_innen Haikus und Sonette bewerten. Die Testpersonen sollten nach jeder Lektüre im Hinblick auf vier verschiedene subjektive Kriterien hin bewerten: wie lebendig sind die sprachlichen Bilder, wird das Thema positiv oder negativ bewertet, wie hoch ist die emotionale Erregung, die das Gedicht hervorruft und wie groß ist seine ästhetische Anziehungskraft (wie sehr wird das Gedicht gemocht?). Das Ergebnis zeigt: Je stärker ein Gedicht lebhafte Sinnesbilder hervorruft, desto mehr gefällt es uns.

Was uns aufregt, muss uns nicht unbedingt gefallen
Die Forscher_innen vermuten, dass eine lebendige Sprache den Leser_innen mehr Möglichkeiten gibt, Dinge durch ihre Vorstellungskraft "zu sehen, zu hören oder zu fühlen und so eine quasi-sinnliche Dimension zu erfahren". Auch, wie man das Thema eines Gedichtes bewertet, spielt eine Rolle dabei, wie sehr es einem am Ende gefällt. Hingegen spielt es kaum eine Rolle, wie sehr einen ein Gedicht emotional erregt. Was uns aufregt, muss uns nicht unbedingt gefallen.

Weil vor allem die mentalen Bilder in dieser Studie so einen besonderen Einfluss hatten, wollen die Forscher_innen nun überprüfen, ob dieser Faktor auch bei anderen ästhetischen Wahrnehmungen eine Rolle spielt, etwa ob Musik besonders geschätzt wird, wenn es ihr gelingt, Bilder in unseren Köpfen zu erzeugen.

Besser Bilder erzeugen als an der Form zu feilen
Ihr könnt aus dieser Studie mitnehmen, beim Verfassen eurer Gedichte oder sonstiger Texte mehr Wert auf eine lebendige und Bilder erzeugende Sprache zu legen als stundenlang an der Form herumzufeilen.

Quelle:

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Autorin / Autor: Redaktion /Pressemitteilung - Stand: 13. Dezember 2017
 
 
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