Reden ist silber - spülen ist gold

Studie: Im Haushalt arbeitende Väter sind gut für die Karriere der Töchter

Bild: LizzyNet

Väter, die mehr Engagement im Haushalt zeigen, sind nicht nur gut für die Familienstimmung, sondern erweisen ihren Töchtern auch einen großen Dienst für ihre berufliche Karriere, denn Mädchen, die in einer solchen Familie aufwachsen, streben offenbar nach höheren und besser bezahlten Jobs als Gleichaltrige, die in traditionellen Verhältnissen leben. Beschert wurde uns die Erkenntnis durch eine Studie, die demnächst in der Zeitschrift Psychological Science erscheint.

Wie die Ergebnisse der Studie zeigen, sind es besonders die Taten der Eltern, die Einfluss haben auf das Rollenverständnis der Kinder. Teilen sich Mutter und Vater gleichberechtigt Hausarbeiten wie Geschirrabwasch, Wäsche und andere häusliche Pflichten, hat dies offenbar noch größere Auswirkungen auf die Karriereplanung der Töchter als die Einstellung der Mütter und auch der Väter zu beruflicher Gleichberechtigung. Denn auch wenn Väter sich öffentlich für die Gleichstellung der Geschlechter einsetzen, zu Hause aber einen großen Bogen um Waschmaschine und Herd machen, führt das dazu, dass die Töchter ihre Zukunft eher in typischen "Frauen-Berufen" wie zum Beispiel Krankenschwester, Lehrerin, Bibliothekarin oder Hausfrau sehen.

"Mädchen in Familien mit gleichberechtigter Rollenverteilung entwickeln ein breiteres Berufswahlspektrum. Es sieht so aus, als wenn häusliche Väter eine eindeutige Schlüsselrolle einnehmen", sagt die Psychologin und Autorin der Studie Alyssa Croft, Doktorandin an der Universität von British Columbia Department of Psychology. "Trotz unserer Bemühungen um Gleichstellung am Arbeitsplatz, sind Frauen in Führungspositionen immer noch stark unterrepräsentiert", so Croft weiter. "Diese Studie ist wichtig, weil sie zeigt, dass praktizierte Gleichstellung zu Hause ein Weg sein kann, der junge Frauen dazu ermutigt, Karriere zu machen."

An der Studie nahmen 326 Kinder im Alter von 7 bis 13 Jahren teil und mindestens ein Elternteil. Für jeden Haushalt berechneten die ForscherInnen die Aufteilung der Hausarbeit und Erwerbsarbeit und erfragten, welche Vorstellungen über Karriere die jeweils weiblichen und männlichen Mitglieder hatten.

Wie schon vorherige Studien ergaben, so bestätigt auch diese, dass Mütter nach wie vor mehr von der Last der Hausarbeit schultern als Männer. Immer noch verbinden sowohl Eltern als auch Kinder eher die Frauen mit Tätigkeiten wie Kinderbetreuung und Hausarbeit, und Mädchen sagen deutlich häufiger als Jungen, dass sie sich als Erwachsene eher um Kinder kümmern wollen als Karriere zu machen.

"Reden über Gleichberechtigung ist wichtig, aber es ist entscheidend, dass Väter dieser Einstellung auch Taten folgen lassen", sagt Croft und stellt fest, dass Mädchen so vielleicht schon früh ein erweitertes Rollenmodell erlernen könnten.

Quelle:

Autorin / Autor: Redaktion /Pressemitteilung - Stand: 4. Juni 2014
 
 
 

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