Rausgehen!

Forscher_innen untersuchten, was die Stimmung im Lockdown verbessert

Was hilft am besten gegen den Corona-Blues? Rausgehen! Zu diesem einfachen Rezept gelangten Forscher_innen der britischen  Anglia Ruskin University (ARU) in Zusammenarbeit mit Forscher_innen aus Österreich und Malaysia.
Die Wissenschaftler_innen hatten in einer Studie untersucht, wie sich der Lockdown auf das Glücksempfinden auswirkt und wie man die aufsteigende Niedergeschlagenheit am besten bekämpft. In ihrer Studie hatten sie 286 Erwachsene während eines nationalen Lockdowns 21 Tage lang dreimal täglich angerufen und nach ihrem Wohlbefinden befragt.
Die Studie fand im April 2020 in Österreich statt, als die Menschen das Haus nur für bestimmte Aktivitäten verlassen durften – z.B. zum Einkaufen oder Sport treiben.
Dabei wurde geschaut, wie sich die tägliche Bildschirmzeit, der Aufenthalt im Freien und Einsamkeit auf den Glückslevel auswirken. Dabei wurde – wenig überraschend – deutlich, dass das Glücksempfinden im Freien höher war, während sich lange Bildschirmzeiten und Einsamkeit eher negativ auswirken. Einsamkeit hatte aber weniger negativen Einfluss auf das Glücksempfinden, wenn die Befragten draußen unterwegs waren.

Die Forscher_innen betonen, dass Lockdowns zwar unumgänglich sind, um die Corona-Epidemie in den Griff zu bekommen, dass aber längere Lockdown-Perioden zulasten der psychischen Gesundheit gehen können. Ihrer Studie zeige aber, wie man die Schäden begrenzen könne. Zeit draußen zu verbringen, böte eine Möglichkeit, häuslichem Stress zu entkommen, sich ausgiebig zu bewegen und mit anderen in Kontakt zu bleiben (auch wenn dies vielleicht nur Sichtkontakt ist 😉). Zusammen seien diese Faktoren geeignet, die mentale Gesundheit zu fördern.

Sollten also die Lockdowns noch länger anhalten oder immer wieder notwendig werden, sollte die Politik dies im Blick haben und die Menschen ermutigen, wann immer es möglich ist, an die frische Luft zu gehen, statt stundenlang vor ihren Bildschirmen zu hängen.

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Autorin / Autor: Redaktion / Pressemitteilung (eurekalert.org) - Stand: 11. Januar 2021