Nur manche werden aus Fehlern klug

Studie: Lerneffekt hängt auch von der Einstellung ab.

Aus Fehlern lernt man, heißt es immer so schön. Offensichtlich ist es aber eine Typfrage, ob jemand aus Fehlern einen persönlichen Nutzen zieht oder ob er eher resigniert. Offensichtlich reagieren Menschen unterschiedlich auf Fehler und zwar in Abhängigkeit davon, ob sie grundätzlich glauben, dass Intelligenz eine feste Größe ist, sie sich nicht beeinflussen lässt oder ob sie glauben, dass sie ihre Intelligenz noch formen und ausbauen können.

Das meint das Forscherteam um Jason S. Moser von der Michigan State University, die eine Studie zu dem Thema durchgeführt haben. Sie ließen Testpersonen eine etwas stupide Aufgabe lösen: Sie mussten den  mittleren Buchstaben in verschiedenen Buchstabenreihen ermitteln. Mal waren alle Buchstaben gleich (MMMMMM), mal war der mittlere Buchstabe anders (NNMNN) - ein Aufgabe, die zwar an sich nicht schwer ist, bei der aber jeder nach zahlreichen Durchläufen mal einen Fehler macht. Während der Aufgabe trugen die TeilnehmerInnen Kappen, mit der die elektrische Aktivität im Gehirn gemessen werden konnte. Wann immer eine Testperson einen Fehler machte, kam es zu zwei Signalen im Gehirn. Das erste signalisiert, dass da irgendwas schief gelaufen sein muss, das zweite verdeutlicht, dass sich die Person ihres Fehlers bewusst ist und versucht, ihn wieder auszubügeln - oder eben resigniert.

Bei der Auswertung zeigte sich, dass die ProbandInnen, die grundsätzlich an den Lernerfolg durch Fehler glaubten, ihre Leistung nach einem Fehler steigern konnten und eine erhöhte Aufmerksamkeit an den Tag legten. Bei ihnen fiel das zweite Signal im Gehirn auch deutlich stärker aus als bei den Testpersonen, die ihre Intelligenz für statisch halten.

Für die ForscherInnen zeigt die Studie, dass Menschen sich in dieser Hinsicht offenbar fundamental unterscheiden. Wer glaubt, aus Fehlern lernen zu können, tut dies auch tatsächlich und kann seine Leistung steigern. Die Ergebnisse der Studie könnten darum helfen, Menschen in dem Glauben zu stärken, dass sie besser werden und mehr lernen können, indem man ihnen zeigt, wie ihr Gehirn auf Fehler reagiert.

Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Psychological Science veröffentlicht.

Autorin / Autor: Redaktion / Pressemitteilung - Stand: 30. September 2011
 
 
 

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