Neugier macht gute Noten

Studie: Wissensdurst genauso wichtig wie Intelligenz

Was macht eine gute Schülerin, einen guten Schüler aus? Ist es nur die Intelligenz? Das kann nicht sein, denn dann würden nicht so viele superintelligente Mädchen und Jungen scheitern, während andere mit mittelmäßigem IQ gute Abschlüsse durch Fleiß erzielen. Eine ganz wichtige Eigenschaft für den schulischen Erfolg scheint aber Neugier zu sein, wie PsychologInnen nun behaupten. Die WissenschaftlerInnen untersuchten, welche anderen Faktoren - neben der Intelligenz - einige Schüler besser als andere machen.

Einer dieser Faktoren ist die Gewissenhaftigkeit, also regelmäßig zum Unterricht zu gehen und die Hausaufgaben zu erledigen. Menschen, die mit diesem Persönlichkeitsmerkmal gesegnet sind, neigen dazu, gut in der Schule zu sein. Gut, das ist noch keine große Überraschung für die Co-Autorin der Studie, Sophie von Stumm von der University of Edinburgh. Daher machte sie sich mit ihren Kollegen Benedikt Hell von der University of Applied Sciences Northwestern in der Schweiz und Tomas Chamorro-Premuzic von der Goldsmiths University of London auf die Suche nach weiteren Faktoren. Sie führten eine Meta-Analyse durch und sammelten Daten von über 200 Studien mit insgesamt etwa 50.000 StudentInnen. Dabei fanden sie heraus, dass Neugier in der Tat Einfluss auf akademische Leistungen hat. Und zwar einen ziemlich großen - Neugier war in etwa genauso einflussreich wie Gewissenhaftigkeit. Zusammengenommen hatten Gewissenhaftigkeit und Neugier einen ebenso so großen Effekt auf die Leistung wie Intelligenz.

"Neugier ist im Grunde ein Forschungs-Hunger", so von Stumm. "Wenn man intellektuell neugierig ist, geht man nach hause und liest Bücher. Wenn man erfahrungshungrig ist, begibt man sich auf Reisen ins Ausland oder probiert alle möglichen Speisen aus." Beide Arten von Neugier können helfen, besser in der Schule zu werden, findet die Forscherin und appelliert an die Lehrer, die Neugier ihrer SchülerInnen zu wecken, damit sie engagiert und selbstständig lernen.

Und an die zukünftigen ArbeitgeberInnen richtet sie den Rat, sich nicht von solchen BewerberInnen, die Bücher lesen und um die Welt reisen, abschrecken zu lassen. Auch sie übernehmen schnell neue Aufgaben auf dem Arbeitsmarkt. Leider sei es oft so, dass Arbeitgeber lieber jemanden einstellen, der den Job schon vorher gemacht hat und die Arbeitswelt kennt, "aber es ist viel interessanter, die Menschen zu finden, die das größte Entwicklungs-Potential haben. Und das sind oft die Neugierigen."

 
 
 

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