Nasenspitze als Stressindikator

Forscher_innen finden Zusammenhang zwischen kalter Nase und Arbeitsüberlastung

Im Cockpit eines Flugzeugs ist höchste Konzentration gefragt. Ein Fehler kann fatale Folgen haben, nicht nur für die Pilot_innen. Forscher_innen forschen darum intensiv an intelligenten Systemen, die erkennen, wenn ein Mensch bei seiner Arbeit überlastet ist und Unterstützung braucht. Bisher war es aber ziemlich kompliziert, das herauszufinden. Man kann die Betreffenden ja schlecht an zig Maschinen und Messgeräte klemmen oder ständig zu seinem Befinden befragen. Wissenschaftler_innen der University of Nottingham wollen aber nun eine einfache Möglichkeit entdeckt haben, wie der Stresslevel am Arbeitsplatz einfach erfasst werden kann: über die Messung der Gesichtstemperatur. Sie haben nämlich herausgefunden, dass zwischen mentaler Überforderung und einer sinkenden Gesichtstemperatur - vor allem rund um die Nase - ein deutlicher Zusammenhang besteht. In Versuchen mit Student_innen mussten diese unterschiedlich komplexe Aufgaben lösen. Dabei wurde ihre Gesichtstemperatur erfasst. Diese sank vor allem an der Nasenspitze und über den Nasennebenhöhlen, je anspruchsvoller die Aufgabe war.

Die Forscher_innen glauben, dass dies eine stressbedingte körperliche Reaktion sein könnte. Es zeigte sich auch, dass die Atemfrequenz sich verändert, wenn eine Aufgabe einen mental voll und ganz beansprucht, denn dann übernimmt das autonome Nervensystem. Eventuell könnte es auch zu veränderten Blutströmen im Gesichtsbereich führen, die Forscher_innen wollen das in künftigen Studien aber noch genauer untersuchen.

Da der Zusammenhang zwischen mentaler Belastung und kalter Nase sehr deutlich war, glauben die Forscher_innen nun eine gute Lösung für die unkomplizierte Stressüberwachung von Berufstätigen gefunden zu haben, bei denen eine Arbeitsüberlastung weitreichende Konsequenzen haben könnte. Wärmekameras können handlich und klein und handlich gestaltet werden und passen auch in beengte Arbeitsräume wie etwa ein Cockpit. Die Kamera könnte dann Alarm schlagen und Unterstützung anfordern, wenn der/die Überwachte plötzlich kalt um die Nase wird.

Quelle:

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Autorin / Autor: Redaktion / Pressemitteilung - Stand: 6. März 2018
 
 
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