Mein T-Shirt war ´ne Einwegflasche

Mehrwegflaschen sind immer noch am umweltfreundlichsten

Obwohl die Mehrwegflasche in verschiedenen Ökobilanzstudien viel besser da steht als die Einwegflasche, kaufen die meisten immer noch Einwegflaschen. Als Grund dafür werden oft die billigeren Einwegangebote im Discounthandel und fehlendes Wissen der VerbraucherInnen genannt. Die Mineralbrunnen füllen ihr Wasser hauptsächlich in vier verschiedenen Systemen ab: PET-Mehrweg, Glas-Mehrweg, PET-Cycle und PET-Einweg. Da Mehrweg- und PET-Cycle-Flaschen jeweils als Pfandflaschen in Mehrwegkästen im Handel sind, kann man die verschiedenen Systeme auf den ersten Blick kaum unterscheiden. In der Ökobilanz besteht jedoch ein großer Unterschied.

Wer Wert auf eine umweltfreundliche Verpackung legt, sollte zu Mehrwegflaschen aus der Region greifen, rät der aid infodienst. Zu erkennen sind sie am Mehrwegzeichen oder dem Hinweis "Mehrweg". Im Vergleich zu anderen Getränkeverpackungen weisen Mehrwegsysteme die beste Ökobilanz auf. Ob Glas oder PET ist hierbei unwesentlich. Nur bei längeren Transportwegen schneiden Glasflaschen schlechter ab - aufgrund des höheren Gewichts. Der Vorteil von Mehrwegsystemen ist, dass sie die eingesetzten Rohstoffe effektiv und sparsam nutzen: Glasflaschen können bis zu 50-mal wiederbefüllt werden, PET-Flaschen bis zu 25-mal, dann erst werden sie recycelt.

PET-Cycle-Flaschen und PET-Einwegflaschen haben hingegen eine kürzere Lebenszeit. Schon nach einmaligem Gebrauch verwerten spezielle Recyclingfirmen die dünnwandigen Flaschen zu Granulat, Rohstoff für neue Flaschen, Textilfasern oder Blumentöpfe. Das PET-Cycle-System garantiert im Vergleich zum PET-Einwegsystem ein sortenreines Recycling in einem geschlossenen Kreislauf.

Auch aus pfandfreien PET-Einwegflaschen wird nach später Granulat. Dieses ist aber meist nicht sortenrein, da die Flaschen über das duale System zusammen mit anderen Kunststoffabfällen zu den Recyclingfirmen kommen. Aus dem Rohstoff werden - meist in Asien - unter anderem Textilfasern hergestellt. So waren also womöglich unsere Fleece-Jacken, T-Shirts, Blusen und Hosen ehemals eine Wasserflasche.

Fazit: Glas- und PET-Mehrwegflaschen aus der Region weisen die beste Ökobilanz auf. Beide Materialien haben Vor- und Nachteile. Glas ist zwar schwerer, geht aber keine Wechselwirkungen mit dem Inhalt ein. So hält sich Mineralwasser zwei Jahre lang ohne Qualitätseinbußen in Glasflaschen und damit doppelt so lange wie in PET-Flaschen. PET ist wesentlich leichter und bruchfester als Glas. Bei einer Lagerung in der Sonne können sich jedoch Stoffe aus dem Material lösen, was durchaus den Geschmack beeinträchtigen kann. Bleibt ein Blick in die Zukunft: In wenigen Jahren könnten Bio-Mehrweg-Kunststoffflaschen aus nachwachsenden Rohstoffen mit den heutigen Mehrwegsystemen konkurrieren. Wer dann Sieger der Ökobilanzen wird? Mal sehen ;-)

Quelle:

Autorin / Autor: Redaktion/ Pressemitteilung - Stand: 8. September 2011
 
 
 

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