Math-iviert?

Studie: Nicht Intelligenz, Motivation sorgt für Schulerfolg in Mathematik

Muss man besonders intelligent sein, um gute Note in Mathematik zu erzielen? Oder reicht auch der gute Wille? Für alle, die sich für mathematisch unbegabt halten, kommt nun die erfreuliche Nachricht: Schulischer Erfolg entsteht in diesem Fach - und wahrscheinlich auch in anderen - in erster Linie durch Motivation und geeignete Lernstrategien.

Klar, manche Menschen kommen als Mathematikwunder und Zahlenjongleure zur Welt und ihnen fällt es nicht schwer, im Unterricht zu punkten. Gemessen zu einem Zeitpunkt X werden sie vielleicht auch einen höheren IQ aufweisen als viele ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler. Dieser Unterschied zu einem Zeitpunkt X sagt aber noch nichts darüber aus, wie sich diese SchülerInnen entwickeln werden und wie stark (oder wie schwach) ihre Leistungen im Vergleich zur ersten Messung wachsen werden. Dabei geht es doch bei der Bildung gerade darum, eine möglichst große Entwicklung des Einzelnen zu bewirken und dafür zu sorgen, dass die Kenntnisse und Fähigkeiten von SchülerInnen möglichst steil nach oben gehen.

ForscherInnen um Kou Murayama von der Universität München haben darum genauer untersucht, welche Faktoren für gute Leistungen im Fach Mathematik langfristig zum Erfolg führen.

Für ihre Studie werteten sie Daten von 3.530 bayrischen SchülerInnen der Stufen 5-10 aller Schultypen aus, die an einer großen mehrjährigen Mathestudie teilgenommen hatten (PALMA-Projekt). Im Rahmen dieses Projektes wurden jährlich mathematische Kompetenzen getestet und außerdem Intelligenztests durchgeführt. Die TeilnehmerInnen wurden außerdem zu ihrer Motivation und Leistungsbereitschaft befragt.

Während für die Daten der ersten Messung in Klasse 5 noch ein Zusammenhang zwischen dem Matheerfolg und dem Intelligenz-Quotienten erkennbar wurde, galt das nicht für die positive Entwicklung der SchülerInnen in dem Fach.
Die Daten zeigten nämlich, dass für die Fortschritte der SchülerInnen die Motivation entscheidend ist, nicht die Intelligenz. SchülerInnen, die in den Fragen zur Leistungsbereitschaft eine hohe Leistungsbereitschaft bezeugt hatten, zeigten dementsprechend eine steilere Entwicklungskurve in ihrem mathematischen Leistungen.

Entscheidend war dabei aber, dass die Motivation sozusagen von "innen" ("intrinsische Motivation") kam: die SchülerInnen hatten Lust und Spaß, das Thema zu verstehen und zu beherrschen. Die sogenannte extrinsische Motivation hingegen zielt auf Belohnungen von außen ab, wie z.B. gute Noten oder Geldbelohnungen und hatte hier weniger positiven Einfluss. Für wachsenden Erfolg war außerdem wichtig, dass die SchülerInnen über gute Lernstrategien verfügten und auch davon überzeugt waren, dass sie ihren schulischen Erfolg selbst beeinflussen und steuern können.

Die Studienautoren kommen zu dem Schluss, dass Intelligenz für die Entwicklungskurve im Fach Mathematik keine große Rolle spielt und stattdessen eine hohe intrinsische Motivtation und geeignete Lernstrategien zum Erfolg führen. Selbst wenn euch also niemand eine besondere mathematische Begabung in die Wiege gelegt haben sollte, müsst ihr euch nicht mit schlechten Leistungen in diesem Fach zufriedengeben. Denn wo ein Wille ist, ist auch die Mathe-Eins ;-).

Lies die Studie im Netz (pdf)

Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 2. Januar 2013
 
 
 

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