Die Lieblingsserie anschalten, um abzuschalten

Studie: Altbekanntes lädt den Akku auf

Fernsehen ist nicht gut für die Gesundheit, heißt es, es macht im schlimmsten Fall dick, faul und einsam. Aber eben nicht immer. Fernsehen kann auch etwas Gutes haben. Zumindest dann, wenn es uns zurück in „alte Zeiten“ führt und unsere Kindheitserinnerungen wiederbelebt. Denn wer seine Lieblingsserie aus Kindheitstagen schaut, ist gleich viel besser gelaunt und lädt so seinen geistigen Akku wieder auf - besagt zumindest eine aktuelle Studie. Das, was jeder selbst beim Anblick von Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, der bezaubernden Jeannie, Alf, Knight Rider und Co. feststellen kann, haben Jaye Derrick von der University of Buffalo und ihre ForscherkollegInnen nochmals wissenschaftlich untermauert.

Im ersten ihrer Experimente sollten die 205 TeilnehmerInnen in mindestens zehn Sätzen von ihrem letzten Urlaub berichten. Die Hälfte der Testpersonen durfte dabei allerdings nicht die Buchstaben „a“ und „i“ verwenden. Eine geistig anstrengende Aufgabe also. Nun wurde die Gruppe nochmals entzweit: Die eine Hälfte schrieb einen Aufsatz über ihre Lieblingsserie, die andere einen über die Gegenstände, die sie gerade umgaben.

Anschließend sollten alle TeilnehmerInnen ein kompliziertes Rätsel lösen und beschreiben, wie es um ihre Laune bestellt war. Das Ergebnis: Diejenigen, die zu Beginn die schwierige Aufgabe meistern mussten, einen Text ohne die Buchstaben „a“ und „i“ zu schreiben, schnitten beim Rätseln deutlich schlechter ab und waren mieser gelaunt – allerdings nur dann, wenn sie anschließend die „neutrale“ Aufgabe bekamen, über die Gegenstände im Raum zu schreiben. Sollten sie von ihrer Lieblingsserie berichten, so schnitten die TeilnehmerInnen in der Rätselaufgabe deutlich besser ab – und gut gelaunt waren sie obendrein.

Ein zweites Experiment bestätigte die positive Wirkung der Lieblingsserie. Hier hielten die 86 Teilnehmenden zwei Wochen lang in einem Tagebuch fest, was sie den Tag über gemacht haben, wie anstrengend dieser war, welche Medien sie konsumiert und wie sie sich gefühlt hatten. Bei der Auswertung zeigte sich: Diejenigen, die schwierige Aufgaben zu bewältigen hatten, lenkten sich am Ende des Tages gerne mit Altbekanntem, etwa dem Lieblingsfilm oder gar Lieblingsbuch ab. Dies half ihnen, neue Energie zu tanken.

Es sei entspannend, sich die Lieblingsserie zum x-ten Male anzuschauen, schreiben die ForscherInnen im Fachmagazin „Social Psychological and Personality Science“. Man muss sich nicht anstrengen, um die Handlung zu verstehen – man kennt sie ja schließlich schon. Alles, was wir tun müssen, ist, uns zurückzulehnen und uns berieseln zu lassen. So schaffen wir in unserem Gehirn wieder Platz für Neues und tanken Kraft, um uns weiteren Herausforderungen zu stellen. Wer sich allerdings vor den Fernseher fläzt und einfach herumzappt oder eine neue, noch unbekannte Folge der Lieblingsserie anschaut, dürfe nicht auf diesen positiven Effekt hoffen, warnen die ForscherInnen.

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Autorin / Autor: Redaktion/ Pressemitteilung; - Stand: 11. September 2012
 
 
 

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