Katzen und Hunde als Klimasünder?

Forschung: Fleischfressende Haustiere in den USA verursachen 64 Millionen Tonnen CO² pro Jahr

Eine fleischlastige Ernährung verursacht höhere CO² Ausstöße als eine vegetarische und gilt damit als klimabelastender, darin ist sich die Forschung einig. Der Wissenschaftler Gregory Okin
aus den USA beobachtete, dass immer mehr Menschen darum versuchen, ihren Fleischkonsum zu reduzieren oder sich fortan nur noch vegetarisch zu ernähren und fragte sich dann, was eigentlich mit den fleischfressenden Haustieren ist. Schließlich sind die USA mit 163 Millionen Hunden und Katzen zahlenmäßig Weltmeister in der Haustierhaltung. Wie stark trägt deren Fütterung zum Klimawandel bei? Wie ist ihr ökologischer Fußabdruck?

Amerikas Katzen und Hunde verbrauchen so viele Kalorien wie alle Menschen in Frankreich
Die Ergebnisse von Okins Berechnungen sind überraschend, denn ihnen zufolge sind Hunde und Katzen in den USA für 25-30 Prozent der Klimabelastung durch Fleischkonsum verantwortlich. Sie verbrauchen in einem Jahr so viele Kalorien wie alle Menschen in Frankreich.

Platz 5 des weltweiten Fleischkonsums
Die Futterversorgung der Tiere sorgt dem Forscher zufolge für einen Austoß von jährlich ungefähr 64 Millionen Tonnen CO² - so viel wie 13 Millionen Autos in einem Jahr produzieren. Hätten alle amerikanischen Katzen und Hunde eine eigene Nation, lägen sie auf Platz 5 der Länder mit dem höchsten Fleischkonsum. Sie produzieren außerdem 5,1 Tonnen Kot - so viel wie 90 Millionen US-Amerikaner.

Ganz wird sich dieses Problem nicht lösen lassen, denn eine rein vegetarische Ernährung ist für Hunde und Katzen nicht geeignet. Dennoch möchten Hunde- und Katzenbesitzer_innen verständlicherweise nicht auf ihre vierbeinigen Freund*innen verzichten. Der Forscher argumentiert aber, dass an der Zusammensetzung des Futters gearbeitet werden könne.
Modernes Tierfutter - vor allem "Premium"-Futter - enthält oft hochwertiges Fleisch, das auch Menschen verzehren könnten. "Ein Hund muss kein Steak essen", sagt Okin. Es müssen nämlich dadurch mehr Tiere geschlachtet werden, um den Bedarf der Haustiere zu decken, obwohl diese auch problemlos Bestandteile essen könnten, die für den menschlichen Verzehr nicht geeignet sind oder von Menschen nicht gerne gegessen werden. Okin schätzt, dass ein Viertel des Fleisches in Tierfutter von Menschen gegessen werden könnte - das entspräche dem Fleischkonsum von 26 Millionen US-Amerikanern.

Schließlich bliebe Tierfans noch die Möglichkeit, auf Haustiere umzusatteln, die sich vegetarisch ernähren. Okin rät spaßeshalber zu einem Zwergpony, das nicht nur den Rasen mäht, sondern uns beim "Gassi gehen" zu mehr Bewegung verführt. ;-)

Quelle:

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Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 9. August 2017
 
 
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