Hallo, zweite Erde!

Laut NASA  ist der nächste erdähnliche Planet vielleicht näher als gedacht.

Gibt es Leben da draußen? Niemand weiß das bisher. Aber wenn, dann könnte es deutlich näher sein als bisher angenommen wurde. Das ergeben neue Berechnungen, die die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA veröffentlicht hat. Astronomen vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics haben dazu Daten des Weltraumteleskops Kepler ausgewertet. Dieses beobachtet seit 2009 einen bestimmten Ausschnitt des Himmels, das Sternbild Schwan. Dabei misst es die Helligkeit der Sterne, um festzustellen, ob vielleicht Planeten um sie kreisen. Nun haben die Wissenschaftler anhand dieser Messungen ermittelt, dass statistisch gesehen jeder  17. Rote Zwerg (ein bestimmter Typ Stern) von einem erdähnlichen Planeten umkreist wird. In unserer Milchstraße gibt es mindestens 75 Millionen Rote Zwerge, einige auch relativ nah zur Erde. Daher könnte der nächste solche Stern mit einem erdähnlichen Planeten „nur“ ca. 13 Lichtjahre von uns entfernt sein.

13 Lichtjahre? Ein Katzensprung?
Wer Star Trek kennt, wird sich jetzt vielleicht denken: 13 Lichtjahre? Das ist ja nicht viel. Da muss man doch nur den WARP-Antrieb anwerfen… Moment ‘mal. ;-) Relativ betrachtet sind 13 Lichtjahre tatsächlich nicht viel. Bisher ist man davon ausgegangen, dass der nächste erdähnliche Planet sich in 300-600 Lichtjahren Entfernung befinden könnte – im Vergleich dazu sind 13 natürlich fast nichts.

Aber: Ein Lichtjahr ist definiert als die Strecke, die Licht in einem Jahr zurücklegt; das entspricht 9.460.730.472.580,8 km. Mal 13 ergibt das 122.989.496.143.550,4 km, also rund 122 Billiarden Kilometer(!). Selbst mit den aktuell besten Technologien wäre ein Raumschiff da viele tausend Jahre unterwegs…

Die Sache mit der „zweiten Erde“
Es wäre schon praktisch, eine zweite Erde in einer Entfernung zu haben, die man vielleicht irgendwann problemlos überwinden kann. Falls wir unsere weiter so zerstören, müssten wir einfach nur übersiedeln… Aber so einfach ist es dann doch nicht. Zum einen beruhen die Ergebnisse eben nur auf einer statistischen Berechnung – und es heißt nicht umsonst: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. ;-) Theoretisch stimmt die Angabe der 13 Lichtjahre natürlich, praktisch können es bis zum nächsten erdähnlichen Planeten auch 100 Lichtjahre oder mehr sein. Und überhaupt – „erdähnlich“? Damit sind in diesem Fall Planeten gemeint, die in Aufbau, Größe und Masse der Erde ähneln und sich in der so genannten habitablen Zone einer Sonne befinden. Theoretisch ist dann Leben auf ihnen möglich. Praktisch ist aber davon auszugehen, dass zur Entstehung von Leben noch weitere Faktoren nötig sind, beispielsweise eine Atmosphäre, die eine zu starke UV-Strahlung abschirmt. Auch wird wahrscheinlich zwingend Wasser benötigt. Nur weil er „erdähnlich“ ist, heißt es aber noch lange nicht, dass ein Planet diese Mindestvoraussetzungen erfüllt.

Übrigens: Damit wir Menschen ihn besiedeln können, müssten noch viele weitere Punkte passen, z.B. die Zusammensetzung der Atmosphäre, Temperatur, Druckverhältnisse… Dass ein Planet, der wirklich auch für menschliches Leben geeignet wäre, sich in unserer (relativen) Nähe befindet, ist dann doch sehr unwahrscheinlich. 
Es ist also doch sinnvoller, einfach auf unsere Erde achtzugeben.

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Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 07. Februar 2013
 
 
 

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