Greta Thunberg Regenfrosch

Neu entdeckte Froschart wurde nach der Klimaaktivistin benannt: Pristimantis gretathunbergae

Bild: Konrad Mebert, Greta Thunberg´s Rainfrog (Pristimantis gretathunbergae)

Die Ähnlichkeit ist, nun ja, sagen wir mal bescheiden. Das schwarzäugige Fröschchen, das die beiden Forscher Abel Batista aus Panama und Konrad Mebert aus der Schweiz gemeinsam im Regenwald im Osten Panamas entdeckt haben, hat mit Greta Thunberg nicht viel gemein, außer dem Namen, den er ihr und ihrem Engagement für das Klima zu Ehren tragen darf: Pristimantis gretathunbergae.

Das Forscher-Team, das bereits 12 neue Arten beschrieben hat, fand den Frosch auf dem Berg Chucanti, einer von tropischem Tieflandregenwald umgebenen Himmelsinsel im Osten Panamas. Das Chucanti-Reservat, in dem der Frosch zum ersten Mal gefunden wurde, ist Teil eines wachsenden Netzes von Naturparks und Schutzgebieten, das von der panamaischen Regierung gefördert wird. Um den Lebensraum des Greta-Thunberg-Regenfroschs im Nebelwald zu erreichen, mussten die Wissenschaftler auf Pferden durch schlammige Pfade reiten, steile Hänge hinaufwandern, zwei vor Jahrzehnten abgestürzte Hubschrauber umgehen und in über 1000 m Höhe zelten.

Der Greta-Thunberg-Regenfrosch zeichnet sich durch seine schwarzen Augen aus. Der Lebensraum dieses Frosches ist gefährdet, denn die rasche Abholzung der Wälder für Plantagen und Viehweiden zerteilt die Gebiete, in denen er zu Hause ist. Seine Notlage ist zudem eng mit dem Klimwandel verknüpft, da steigende Temperaturen seinen Lebensraum bedrohen und die Ausbreitung eines für Amphibien tödlichen Pilzes begünstigen.

Nicht zuletzt aus diesem Grund wählten die Entdecker des Frosches Greta als Namenspatin, die immer wieder darauf hinweist, wie dringend wir den Klimawandel verhindern müssen.

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Autorin / Autor: Pressemitteilung via eurekalert.org - Stand: 16. Februar 2022