Glotze aus und später streiten

Wenn Mahlzeiten in der Familie zusammen eingenommen werden, ist das zwar grundsätzlich gut, aber man braucht ein paar Regeln

Gesunde Ernährung besteht nicht nur darin, auf zu fette, zu süße Nahrungsmittel und Fertiggerichte zu verzichten. Es gehört auch ein gesundes Drumherum dazu. Gerade bei Kindern und Jugendlichen scheinen hier Familienmahlzeiten eine nicht unwesentliche Rolle zu spielen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und der Universität Mannheim haben bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass Kinder einen geringeren Body Mass Index (BMI) haben und sich insgesamt gesünder ernähren, wenn in deren Familien häufiger zusammen gegessen wird. Nun haben sie noch einmal genauer unter die Lupe genommen, was genau an den Familienmahlzeiten für den positiven Effekt verantwortlich ist. Denn, wie die Forscherin und Erstautorin Mattea Dallacker erklärt, "Familienmahlzeiten führen nicht per se zu einem besseren Essverhalten. Soziale, psychologische und Verhaltensaspekte spielen eine wichtige Rolle".

Gute Atmosphäre, Glotze aus
Das Forschungsteam hat darum insgesamt 50 Studien mit über 29.000 Teilnehmenden aus aller Welt ausgewertet, die sich mit dem Zusammenhang von Familienmahlzeiten und der Ernährungsgesundheit von Kindern beschäftigen. Dabei identifizierten die Wissenschaftler_innen insgesamt 6 Komponenten, die eine Rolle spielen: Eine gute Atmosphäre, gesunde Lebensmittel, das Einbeziehen der Kinder und Jugendlichen in die Zubereitung der Speisen, das gute Beispiel der Eltern, der ausgeschaltete Fernseher und die Dauer der Mahlzeit. Dabei spiele insgesamt das "Wie" eine größere Rolle als die Frage, "wie oft" solche gemeinsamen Mahlzeiten stattfänden. Auch sei es unerheblich, ob ein oder zwei Elternteile an den Mahlzeiten teilnähmen.

Essen in netter Runde und stressfreier Atmosphäre
Welche Rolle Smartphones und Tablets bei den Mahlzeiten spielen und ob sich hier auch verallgemeinernde Aussagen treffen lassen, soll in weiteren Studien untersucht werden.
Fakt ist, dass ein Essen in netter Runde, stressfreier Atmosphäre und ohne Serienmarathon im Hintergrund einer gesunden Ernährung zuträglich ist. Das gilt sicher nicht nur für Familien, sondern auch für Mahlzeiten im Freundeskreis und in der WG. Allerdings sehen die Wissenschaftler_innen  die Notwendigkeit, ungesunden Ernährungsgewohnheiten vor allem bei Kindern und Jugendlichen frühzeitig entgegenzuwirken, um das immer weiter zunehmende Übergewicht im Kindesalter zu bekämpfen.

Quelle:

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Autorin / Autor: Redaktion / Pressemitteilung - Stand: 23. Oktober 2019
 
 
 

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