Gemüse unter sich ist wenig attraktiv?

Studie: Gesunde Nahrungsmittel werden eher gewählt, wenn sie von vielen ungesunden Nahrungsmitteln begleitet werden

Wenn es darum geht, Menschen zu gesunder Ernährung zu bewegen, muss ganz tief in die Trickkiste gegriffen werden. Schließlich ist der menschliche Körper darauf eingerichtet, kalorienreiche, süße Nahrung zu bevorzugen. Forscher_innen arbeiten – vor allem angesichts steigenden Übergewichts in den Industrienationen - darum mit Hochdruck daran, Mittel und Wege zu finden, den menschlichen Heißhunger auf Süßigkeiten auszutricksen. Ein Weg könnte sein, Gesundes im Supermarkt auf besondere Weise zu präsentieren - etwa in der Nähe des Süßigkeiten-Regals. Dann könnte der gesunde Snack nämlich als Exot zwischen Schokoriegeln & Co. so richtig auftrumpfen. Das meinen zumindest Wissenschaftler_innen um Nicolette J. Sullivan von der Duke University. Co-Autor Scott Huettel erklärt, dass die Wahl der Nahrungsmittel nicht allein von unserem Geschmack beeinflusst wird, sondern auch davon, was es für konkrete Alternativen gibt. Der Kontext beeinflusse die Auswahl. Habe man etwa die Wahl zwischen einem ungesunden und einem gesunden Lebensmittel, wähle man häufig das ungesunde. Kämen aber mehrere ungesunde Artikel dazu, dann gewinne das gesunde Lebensmittel offenbar an Attraktivität.

Viel Ungesundes macht das Gesunde zum begehrten Exoten
In einer kleinen Studie mit 79 Testpersonen überprüften die Forscher_innen, welche Lebensmittel Menschen wählen, die seit mindestens 4 Stunden nichts gegessen hatten. Sie konnten entweder einen ungesunden Snack (Kekse) oder Dosenlachs wählen. Keine Frage, dass der Lachs nicht gerade der Favorit der Testpersonen war. Wurden die Kekse nun aber paarweise serviert und zwar mal mit Lachs und mal mit einem Schokoriegel, dann bevorzugten die Teilnehmer_innen doppelt so häufig das Set mit dem Lachs. Die Forscher_innen glauben, dass die visuelle Abweichung der Lachsdose die Teilnehmer_innen hier verführt haben könne. Sie hatten nämlich auch die Augenbewegungen der Testpersonen mitaufgezeichnet.

Gesundes im Süßwarenregal?
Die Forscher_innen sind überzeugt, dass die Aufteilung in den Supermärkten – hier die Süßigkeiten, dort das Gemüse – nicht gerade dazu beitrage, dass gesunde Lebensmittel gewählt würden. Besser sei es darum, gesunde Lebensmittel mitten in die Junkfood- oder Süßwarenabteilung zu platzieren.

So lange dann nicht bereits bekehrte Süßigkeitenvermeider die Zuckerregale ablaufen müssen, um ihren Broccoli zu finden, wäre es zumindest einen Versuch wert 😉 

Die Ergebnisse der Studie sind im Fachmagazin Psychological Science erschienen.

Quelle:

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Autorin / Autor: Redaktion / Pressemeldung - Stand: 21. Januar 2019
 
 
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