Faktencheck Händewaschen

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit startet zum Welthändewaschtag am 15. Oktober 2026 seine Plakatkampagne „Wo waren deine Hände heute?“ und räumt mit Irrtümern auf

Der Sommer hat sich verabschiedet, der Herbst steht vor der Tür. Und der bringt bekanntlich wieder so einige Infektionskrankheiten mit sich. Passend dazu findet jährlich am 15. Oktober der Welthändewaschtag statt, der uns daran erinnern soll, dass schon eine einfache Maßnahme hilft, die lästigen Viren und Bakterien in Schach zu halten: Gründliches Händewaschen. Das dauert eine Minute und braucht nur Wasser und Seife. Die einfache Hygienemaßnahme ist gerade zu Beginn der kalten Jahreszeit besonders wichtig: Sie kann das Risiko einer Ansteckung mit Krankheitserregern deutlich verringern und trägt dazu bei, sich selbst und andere vor Infektionen zu schützen. Wer sich die Hände wäscht, schützt damit vielleicht einen Säugling oder die 85-jährige Nachbarin und wird damit zur Alltagsheldin. Passend dazu steht der diesjährige Welthändewaschtag unter dem Motto „Be a handwashing hero!“.

Doch rund um die alltägliche Routine ranken sich hartnäckige Mythen, die das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) mit seiner Plakatkampagne „Wo waren deine Hände heute?“ unter die Lupe nimmt.

Mythos 1

„Mit heißem Wasser werden die Hände sauberer als mit kaltem.“

Ob die Hände mit warmem oder kaltem Wasser gewaschen werden, hat keinen Einfluss darauf, wie viele Krankheitserreger entfernt werden. Wichtiger ist es, die Hände 20 bis 30 Sekunden gründlich und an allen Stellen einzuseifen. Die Temperatur kann so gewählt werden, dass sie angenehm ist.

Mythos 2

„Wasser allein reicht auch aus.“

Händewaschen mit Seife und Wasser löst Krankheitserreger deutlich besser von der Haut als Wasser allein. Gibts keine Seife, ist Händewaschen trotzdem sehr sinnvoll: Ein Teil der Erreger wird auch durch Wasser allein entfernt.

Gut zu wissen: Für gesunde Menschen in Privathaushalten haben Seifen mit antimikrobiellen Zusätzen in der Regel keinen zusätzlichen Nutzen für die Gesundheit. Auch Desinfektionsmittel sollten in Privathaushalten nur in begründeten Ausnahmefällen und nicht als Ersatz für gründliches Händewaschen verwendet werden.

Mythos 3

„Je öfter, desto besser.“

Händewaschen ist wichtig, zu häufiges Waschen mit starken Reinigungsmitteln strapaziert jedoch die Haut unnötig. Der natürliche Säureschutzmantel hat eine wichtige Abwehrfunktion gegen Krankheitserreger und sollte durch das Waschen möglichst nicht zu stark angegriffen werden. Im privaten Alltag reichen Wasser und milde, pH-neutrale Seife aus. Entscheidend ist auch, sich die Hände in den richtigen Situationen zu waschen, zum Beispiel, wenn man unterwegs war und nach Hause kommt, nach dem Toilettengang, nach dem Naseputzen, Husten oder Niesen, nach Kontakt mit Abfällen und unbedingt vor dem Zubereiten und Verzehr von Speisen.

Plakatkampagne

„Wo waren deine Hände heute?“

Am besten erinnert man ans Händewaschen dort, wo man es auch direkt umsetzen kann. Deshalb bringt das BIÖG die Informationen auf Plakaten in die Sanitärräume. Dazu passende Aufkleber lassen sich direkt am Spiegel, am Waschbecken oder an der Tür des Waschraumes anbringen und ergänzen die Plakate um eine Erinnerung.

Einrichtungen und Betriebe können die Materialien kostenfrei im Medienshop des BIÖG bestellen.

Mehr Informationen und Antworten auf häufige Fragen rund ums Händewaschen

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Autorin / Autor: Pressemitteilung / Redaktion; Bild: LizzyNet - Stand: 15. Oktober 2026